Delmenhorst - Zur deutschlandweiten Klimademonstration der „Fridays for Future“-Bewegung gehen? – die Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums (Maxe) in Delmenhorst haben einen anderen Plan. Sie rufen zum „Maxe for Future“ auf und starten an diesem Freitag, 20. September, in ihrer 5. und 6. Schulstunde ihre ganz persönliche „Klimazeit“ mit vielen Veranstaltungen.

Deutschlandweite Demonstration

„Alle fürs Klima“ heißt das Motto der weltweiten Klimademonstration, die an diesem Freitag, 20. September, stattfindet.

In mehr als 400 deutschen Städten und Gemeinden wollen Jugendliche und Erwachsene sowie Initiativen und Unternehmen für Klimaschutz demonstrieren.

In Delmenhorst startet die Demo am Freitag um 11.30 Uhr auf dem Marktplatz.

Schulleiterin Katrin Wutschke und Sarah Mänz, ebenfalls Mitglied der Schulleitung, hatten die Idee erst in der vergangenen Woche an die Schülerschaft herangetragen. In einer Projektgruppe, bestehend aus 15 Schülern, sind dann innerhalb kürzester Zeit weit mehr als 30 Projekte herausgekommen, an denen sich alle Jahrgänge des Gymnasiums beteiligen werden. „Wir finden es super, dass uns die Schule diesen Spielraum gibt. Wir machen gemeinsame Sache. Je mehr Leute sich mit dem Thema beschäftigen, desto weiter wird auch das Bewusstsein gestreut und desto schneller wird sich etwas verändern“, sagte die 16-jährige Schülerin Ronja Reuker am Donnerstagnachmittag.

Neben Müllsammelaktionen, einem Projekt über klimafreundliche Ernährung und einer Studie über den ökologischen Fußabdruck des Maxe, hat sich eine fünfte Klasse vorgenommen, am Freitag nur zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule zu kommen. „Die Schüler haben auch Lehrer und ihre Eltern in die Verantwortung genommen und dazu aufgerufen“, berichtete Klassenlehrer Jens Hausfeld. Der Schule sei es wichtig gewesen, dass Ideen und Impulse von den Schülern kamen und nicht diktiert wurden. „Wir gehen einen Schritt weiter. Es wird nicht nur demonstriert, sondern direkt nach konkreten Lösungen gesucht“, so Schulleiterin Katrin Wutschke.

Seinen Höhepunkt findet der Aktionstag am Maxe mit einer Kundgebung, die um 13.05 Uhr an der Schule stattfinden soll. „Einige von uns gehen dann noch weiter zur Demonstration in der Stadt“, so Ronja Reuker. „Maxe for Future“ – das soll keine einmalige Sache bleiben. „Das sind die ersten Schritte für viele weitere Aktionen. Wir könnten uns vorstellen eine Art AG einzurichten“, erklärte Reuker. Denn viel wichtiger als die Auftaktveranstaltung am Freitag sei das, was sich am Maxe hinterher aus der „Klimazeit“ entwickeln könnte – dabei waren sich am Donnerstagnachmittag alle Beteiligten einig.