DELMENHORST - Zwei seit Jahren unter Zwangsverwaltung stehende Grundstücke mit Tennishallen an der Lethestraße sind am Dienstag beim Delmenhorster Amtsgericht versteigert worden. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem ersten Versteigerungsversuch und einem zweiten ebenfalls erfolglosen Anlauf im Februar dieses Jahres, bei dem die Zuschlagsgrenzen bereits gefallen waren, bot jetzt als alleiniger Interessent ein Investor aus Kreppenstedt 250 000 Euro und erhielt – vorerst noch unter Vorbehalt – den Zuschlag. Denn formal muss noch die Zustimmung der bisherigen Eigentümer eingeholt werden. Dabei handelt es sich um eine Privatperson und die Stadt Delmenhorst. Der endgültige Verkündungstermin ist für den 1. Oktober 2008 festgesetzt worden.
Die beiden Hallen haben einen Verkehrswert von 920 000 bzw. 745 000 Euro. Als besondere Belastung wird ein noch bis 2070 bestehendes Erbbaurecht angesehen. Genutzt werden die Hallen derzeit überwiegend von Mitgliedern des Hockey Club an der Delme (HCD), ehemals Hockey-Club von 1904.
„Auf den ersten Blick schmerzt der gebotene Preis“, merkte der Vertreter der als Gläubiger auftretenden Deutschen Genossenschafts-Hypothekenbank an. Doch mit Blick auf bereits zwei geplatzte Verfahren seien „die Gebote „zulässig“. Die Forderungen der Hypo-Bank waren deutlich höher als die im Grundbuch eingetragenen Belastungen.
Der neue Eigentümer will die beiden Hallen weiterhin für den Tennissport vorhalten. Ein genaues Konzept liege noch nicht vor. Er gehe aber fest davon aus, den Tennisbetrieb an der Lethestraße bald rentabel betreiben zu können.
