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NWZonline.de Region Delmenhorst

An der Graft: Mit steigenden Preisen rechnen

11.05.2021

Delmenhorst Im Januar 2011 war der Förderbetrieb zur Entnahme von Grundwasser für die Trinkwasserversorgung im Delmenhorster Wasserwerk eingestellt worden. Etwa zeitgleich hatte es häufiger „Jahrhundertregen“ und Überschwemmungen der Graft, des Parks und großer Flächen des Landschaftsschutzgebietes gegeben. Grundwasser quoll an die Oberfläche und vernässte die Graft, Hausgärten und Keller. Um die Vernässung der Graftanlagen zu stoppen, werden jährlich über zwei Millionen Kubikmeter Grundwasser abgepumpt und in die Delme geleitet. Das wird jährlich mit rund 2,5 Millionen Euro aus dem Stadtsäckel abgegolten.

Zu einem vom Rat beauftragten Antrag der Stadtwerkegruppe (SWD) zur erneuten Entnahme von Grundwasser liegt noch immer keine Entscheidung der Unteren Wasserbehörde vor. Die SWD hatte vor dem Abschalten der Brunnen an der Graft das 1974 in Betrieb genommene Wasserwerk Annenheide 2009 und 2010 auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Für Annenheide ist eine jährliche Förderleistung von 3,2 Millionen Kubikmeter bewilligt. Damit wird der größte Teil der Stadt versorgt. Die fehlende Wassermenge wird durch den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband eingespeist. 

Nicht der beste Ruf

Das an der Graft aus 40 bis 50 Metern Tiefe geförderte Trinkwasser hatte seinerzeit nicht den besten Ruf. Weil im Bereich der Innenstadt moorige Böden vorherrschen, wurden mit dem Wasser auch pflanzliche Bestandteile gefördert. Die konnten nur mittels Chlor herausgefiltert werden.

Zum Neubau eines Wasserwerks, für das noch ein geeignetes Grundstück gefunden werden muss, müsse „jedem Entscheidungsträger klar sein, dass erhebliche Investitionskosten anstehen werden“, erklärte Oberbürgermeister Axel Jahnz auf Nachfrage unserer Redaktion. Er schätzt die Baukosten für ein neues Wasserwerk, die rund 60 Meter in die Tiefe gebohrten Trinkwasserbrunnen, eine neue Verrohrung sowie die Neuausrichtung des Wasserschutzgebietes auf 20 Millionen Euro. Die Kosten können auf alle Verbraucher umgelegt werden.

Wasserpreis steigt

Es „kann davon ausgegangen werden, dass der Wasserpreis um circa 35 Prozent steigen wird – das gilt für jeden Privathaushalt, Schulen, öffentliche Einrichtungen, das Krankenhaus und auch für die Gewerbetreibenden.“

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Jahnz erwartet, dass das die Leistungskraft des städtischen Haushaltes beeinträchtigt. Er geht davon aus, dass die Graftwiesen für die Anforderungen, die an ein Trinkwasserschutzgebiet gestellt werden, völlig neu auszurichten sind. „Die gesamte Freifläche muss wahrscheinlich neu eingebettet werden, um zu vermeiden, dass irgendwelche Stoffe in den Erdboden gelangen.“

„Ich rate allen in der Meinungsbildung zur größten Vorsicht. Leere Versprechungen und Forderungen sind da nicht hilfreich“, so Jahnz. Jeder Verbraucher habe einen Anspruch auf höchste Trinkwasserqualität.

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