DELMENHORST - „Je schwieriger die Umstände, desto größer der Bedarf an Beratung“, ist Dr. Harald Groth, Vorsitzender des AWo-Kreisverbandes Delmenhorst, überzeugt. Groß ist der Beratungsbedarf auch in Sachen Pflege. Nach Ostern möchte die AWo deshalb ihr Beratungsangebot, das bislang aus Eltern-Kind-Kur-, Mütterkur- und Sozialberatung bestand, um die Pflegeberatung ergänzen. Dienstags zwischen 13 und 18 Uhr sowie donnerstags zwischen 9 und 13 Uhr erhalten Menschen mit Beratungsbedarf an der Cramerstraße 193 kompetente Hilfe.
„Mit Pflege befasst man sich erst, wenn man selbst betroffen ist“, weiß Dagmar Neumann. Als examinierte Krankenschwester und ehemalige Pflegedienstleiterin der AWo-Sozialstation hat sie sich lange genug mit dem Thema beschäftigt. Genau so firm in Sachen Pflege wie Dagmar Neumann ist Irmgard Seemann. Sie ist examinierte Altenpflegerin und hat lange Zeit ein Pflegeheim geleitet. Seit ihrem Eintritt in den Ruhestand engagieren sich beide Frauen ehrenamtlich bei der AWo. Während Seemann eine Seniorengruppe in der Begegnungsstätte leitet, ist Neumann bislang in der Mutter-Kind-Kurberatung tätig.
Die Pflegeberatung ist sowohl für Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt als auch für Nichtmitglieder kostenfrei. Bezahlt werde das Angebot aus Spenden, so Harald Groth. Damit komme die AWo dem Anspruch der Wohlfahrtsverbände nach, vor allem in wirtschaftlich schlechten Zeiten Hilfe zu leisten. Die Finanzierung sei zunächst für zwei Jahre gesichert. Ab September wird es das Beratungsangebot auch im AWo-Neubau an der Lahusenstraße 9 geben. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos: 04221/ 15 21 30.
