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Anmeldung zur Impfung in Delmenhorst Nicht barrierefrei und seniorenfreundlich

Désirée Bertram

Delmenhorst - Für mehr soziale Gerechtigkeit bei der Corona-Abwehr fordert der Kreisverband Delmenhorst-Oldenburg des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) konkrete Unterstützungsmaßnahmen für ältere und benachteiligte Menschen. So sollen Senioren Hilfe bei der Anmeldung zur Impfung und der Fahrt zum Impfzentrum bekommen und sozial benachteiligte Menschen beim Maskenkauf unterstützt werden.

Manche Kommunen kümmern sich darum, dass Ältere zu den Impfzentren gelangen. Diese mobile Hilfe sei gut, aber „viele brauchen Unterstützung, um sich überhaupt anmelden zu können“, erklärt Jörg-Christian Hülper, Regionalbereichsleiter des SoVD. Die Impf-Hotline sei überlastet, die digitalen Wege seien kompliziert. Senioren kämen schnell an ihre Grenzen, wenn sie in eine endlose Warteschleife geraten oder sich online anmelden müssen. „Barrierefrei und seniorenfreundlich ist das nicht“, so Hülper.

Alleinlebende Senioren brauchen Hilfestellung und Ansprechpartner

Auch Senioren, die allein zu Hause oder in Einrichtungen des Betreuten Wohnens leben bräuchten Hilfestellung und Ansprechpartner, die die Anmeldungen übernehmen. Die Arbeit der mobilen Impfteams auszuweiten und eine „aufsuchende Impfung“ in besonderen Fällen anzubieten, hält der SoVD ebenfalls für hilfreich.

Ein weiteres Problem sei, dass zu Hause lebende Senioren ihre Fahrt zum Impfzentrum selbst organisieren müssen. Häufig würden dafür öffentliche Verkehrsmittel genutzt. „Hier besteht die Gefahr einer Ansteckung“, so Hülper.

Seniorenbeirat Delmenhorst will mobilen Barriere entgegenwirken

Auch der Seniorenbeirat Delmenhorst will der mobilen Barriere entgegenwirken. Für eine Verbesserung der Lage für Senioren fordert er unter anderem, dass „die Fahrt für alle Impfwilligen zum Impfzentrum gewährleistet werden muss“. Laut dem Vorsitzenden Ulf Kors führe die Stadt nun Gespräche mit möglichen Partnern, die die Transporte ermöglichen könnten.

Aber auch Menschen mit Behinderungen sind auf Unterstützung angewiesen. „Die Behinderten fallen allgemein hinten runter“, sagt Günter Buckmann, Vorsitzender des Behindertenbeirats Delmenhorst. Er wünscht sich, dass Menschen mit Behinderungen persönlich – unkompliziert und in einfacher Sprache – angeschrieben oder angesprochen werden und Terminvorschläge für ihre Impfungen bekommen.

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