Delmenhorst - Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Delmenhorst feiert Geburtstag: 75 Jahre gibt es sie nun schon. Dieser Anlass soll für einen Rückblick in die Vergangenheit genutzt werden. Schließlich könne die Delmenhorster Awo inzwischen als einer der größten Träger der sozialen Arbeit vor Ort auf eine bewegte und bewegende Geschichte zurückblicken, teilt Geschäftsführerin Grazina Urmonas mit.

Als Verein in Delmenhorst wurde die Awo am 15. April 1946 von Tilla Matysiak gegründet – mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen von Menschen. Anwesend waren auch Karl Benkus, Magarete Borgaes, Ernst Eckert, Wilhelm von der Heyde, Wilma Howe, Gertrud Kujaw und Heinrich Langmack. Matysiak wurde zur ersten Vorsitzenden gewählt. In dieser Funktion blieb sie bis 1950. „Erste Einrichtungen waren eine Nähstube, ein Kindergarten auf der Burginsel, die Kleiderkammer und ein Mädchenwohnheim an der Breslauer Straße“, sagt Andrea Meyer-Garbe, Vorsitzende des Awo-Kreisverbands Delmenhorst.

Der Kreisverband ist nun seit einem Dreivierteljahrhundert aktiv und betreibt Kindertageseinrichtungen, ein Frauenhaus, ein Nachbarschaftsbüro, Einrichtungen für Senioren, Tagespflegen, eine ambulante Pflege, betreute Wohneinheiten, eine Migrationsberatung, den familienstützenden Dienst und jüngst das Familienzentrum Fröbelschule. Die Awo in Delmenhorst ist mit über 500 Mitgliedern, rund 50 ehrenamtlichen Helfern und 270 hauptamtlichen Mitarbeitern einer der großen Träger der sozialen Arbeit in Delmenhorst. Sie bietet für Kinder, Jugendliche, Frauen, ältere Menschen, Kranke und pflegebedürftige Menschen soziale Dienstleistungen an.

Das ursprünglich für diesen Sommer geplante Jubiläumsfest zum 75-jährigen Bestehen soll wegen der Corona-Pandemie ins kommende Jahr verschoben werden.