DELMENHORST - Viel Lob für die Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Grundsicherung Delmenhorst (Arge) aus berufenem Mund: Gerd Andres, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, stellte am Montag bei einem Besuch der Arge in Begleitung des Bundestagsabgeordneten Holger Ortel (SPD) fest, dass in Delmenhorst „fast alles im grünen Bereich“ sei. Die fürs laufende Jahr abgeschlossenen Zielvereinbarungen werden aller Voraussicht nach übererfüllt.
Die allgemeine Integration in den regulären Arbeitsmarkt soll im laufenden Jahr um sieben Prozent, die der jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren sogar um 10,5 Prozent verbessert werden, berichtete die stellvertretende Arge-Leiterin Marion Denkmann. Falls es im letzten Quartal nicht noch eine gravierende Trendwende gebe, würden diese Zielzahlen deutlich übertroffen. Die Vorgabe, die Gesamtausgaben für Arbeitslosengeld II und Sozialgeld gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent zu senken, werde ebenfalls erfüllt. Derzeit habe die Arge sogar noch 600 000 Euro zusätzlich eingespart.
Ortel würdigte vor allem die hohe Integrationsleistung, mit der Delmenhorst unter 28 vergleichbaren Einrichtungen im Bundesgebiet den dritten Platz einnimmt. „Es geht nicht um eine nüchterne Statistik. Hinter den Zahlen verbergen sich menschliche Schicksale“, unterstrich der Parlamentarier. Auch Oberbürgermeister Patrick de La Lanne, der zusammen mit Bürgermeisterin Swantje Hartmann an dem Treffen teilnahm, lobte das besondere Engagement der Arge-Mitarbeiter. „Sie haben es ja nicht immer mit einer einfachen Klientel zu tun“, merkte das Stadtoberhaupt an. Hartmann sagte, die generelle Einführung von Mindestlöhnen könnte der Arge viel Arbeit ersparen. In Delmenhorst bekommen etwa 1200 Arbeitnehmer zusätzliche Leistungen der Arge zur Existenzsicherung, weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Die Zahl der Bedürftigen weist laut Andres auch auf Bundesebene steigende Tendenz auf.
