DELMENHORST - Im Dezember soll der neue Trakt des Krankenhauses bezugsfertig sein. Es bleibt aber bei den bisherigen 272 Planbetten.

Von Mechthild Voigt

Als „neues Aushängeschild des Klinikums Delmenhorst“ hat Bürgermeisterin Swantje Hartmann das neue Bettenhaus bezeichnet, über dem seit Dienstag der Richtkranz weht. Es ist stilistisch gelungen in das Ensemble des Höger-Altbaus integriert und bietet Platz für drei Stationen mit jeweils 34 Betten.

Klinik-Geschäftsführer Rudolf Mintrop sprach beim Richtfest von einem „großen Freudentag für die Kliniken“. Er betonte, dass durch die neuen Stationen, in denen insbesondere die chirurgischen Disziplinen untergebracht werden, die Möglichkeit zur Einrichtung einer „Überlaufstation“ gegeben werde. So müssten selbst in Hauptbelegungszeiten keine Patienten mehr „notentlassen“ werden.

In Zeiten, in denen Krankenhaus-Betten zumeist abgebaut werden, ist ein Neubau eher die Seltenheit. In Delmenhorst waren die Diskussionen über Neubau oder Sanierung des Frontbaus bereits 1992 in Gang gekommen. Nach der endgültigen Entscheidung für einen Neubau 1998 folgte 2000 die Bewilligung der finanziellen Mittel. Maßgeblichen Anteil daran hatte der ehemalige Landtagsabgeordnete Dr. Harald Groth. Durch den Anbau kommt es zu keiner Aufstockung der jetzt 272 Planbetten.

„Das neue Bettenhaus wird nahezu vom Land finanziert“, rechnete Swantje Hartmann vor. Bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von 8,25 Millionen Euro fließen 7,8 Millionen Euro Landesmittel. Lediglich 450 000 Euro müssen aus Eigenmitteln finanziert werden. „Ohne diesen außergewöhnlichen Zuschuss wäre der Neubau schwierig geworden“, so Hartmann.

Von dem Neubau, der um die Weihnachtszeit herum fertiggestellt sein soll, profitieren in erster Linie die Patienten. Jedes der Zwei- und Dreibettzimmer ist mit einer eigenen, behindertengerechten Nasszelle ausgestattet. Auf jeder Etage wird es ein verglastes und lichtdurchflutetes Stationszentrum mit Blick ins Grüne geben. „Schließlich spielt die Umgebung eine nicht unwesentliche Rolle im Genesungsprozess“, so Rudolf Mintrop.