Delmenhorst - Der Naturschutzbund (Nabu) Delmenhorst hat in der Filiale der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) in der Bahnhofstraße eine neue Ausstellung eröffnet. Unter dem Titel „Neubürger – Eingewanderte Tiere“ werden auf Informationstafeln Tiere vorgestellt, die nach Deutschland „eingewandert“ sind.
„Wir freuen uns, dass es mit der Ausstellung so schnell geklappt hat“, sagte Bettina Janßen vom Nabu. Filialleiter Telim Tolan war sich sicher, dass die Ausstellung bei Kunden gut ankommen werde.
Für viele Pflanzen und Tiere ist Deutschland ein Einwanderungsland geworden. Manche Tiere kamen mit dem Schiff oder wanderten über die grüne Grenze ein. Manche gingen, viele blieben, erzählte Janßen. Als symbolisches Jahr der Tierwanderung gilt 1492, das Jahr in dem Christoph Kolumbus Amerika entdeckte. Er erreichte im Oktober 1492 die Bahamas.
Der Nabu Delmenhorst hat sich für die Ausstellung vier Tiere ausgesucht, die als Neubürger vorgestellt werden. Dazu gehören die Rosskastanien-Miniermotte, die Wollhandkrabbe, die Nilgans und der Marderhund. Der chinesischen Wollhandkrabbe gelang es beispielsweise vor über 110 Jahren mit dem Ballastwasser von Schiffen nach Deutschland zu kommen.
Die vier ausgewählten Tiere gehören zu den etwa 1500 Tierarten, die in Deutschland heimisch geworden sind. Besonders wohl fühlen sich die vier aber im Oldenburger Land.
Die Neubürger sorgen für Auseinandersetzungen zwischen Wissenschaftlern, Naturschützern, Landwirten, Jägern und Anwohnern. Dabei prallen sprichwörtliche Welten aufeinander. Eine Seite betrachtet das heimische Ökosystem als schützenswerte Einheit. Andere sehen Veränderungen in Flora und Fauna als normal an.
