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NWZonline.de Region Delmenhorst

Mit Kunst neuen Lebensmut vermitteln

17.05.2018

Delmenhorst Seit einer Gehirnblutung und einen Schlaganfall ist der Delmenhorster Hans Münch (68) gehandicapt. Auch wenn er lange brauchte, um sein neues Leben annehmen zu können, habe er nicht den Lebensmut verloren, erzählt der 68-Jährige. Der gelernte Foto-Ingenieur hat einen neuen Sinn für sein Leben gefunden: Gemeinsam mit dem Maler Heiner Geldmacher (77) aus Bad Honnef, mit dem ihm eine enge Freundschaft verbindet, hat Münch die Ausstellung „Libanon – neuer Sinn“ gestaltet. Zu sehen sind die rund 100 Fotos und Gemälde im Lichthof der Volkshochschule (VHS) in Delmenhorst.

Im Zentrum der Ausstellung stehen sogenannte Trilogien: Das Abbilden desselben Motivs aus drei verschiedenen Perspektiven. Neben einem Foto von Münch hängt sowohl ein Gemälde des Bildes, das Geldmacher gezeichnet hat, als auch ein von ihm übermaltes Foto. So hängen immer drei Werke nebeneinander.

Entstanden ist die Idee für die Trilogien, als sich beide während der Reha im Jahr 2011 kennenlernten, denn auch Geldmacher ist nach einem Schlaganfall gehandicapt, das Sprechen fällt ihm noch schwer und er ist rechtsseitig gelähmt. Daher malt er ausschließlich mit der linken Hand. Impulsgeberin war damals Münchs Ehefrau Charlotte.

Thematisch befasst sich die Ausstellung mit dem Libanon. „Ich habe mich in dieses Land verliebt“, erzählt Münch. 1995 sei er erstmals in das damals noch vom Bürgerkrieg gezeichnete Land am Mittelmeer gereist und sei direkt von der Geschichte, der Kultur, der Landschaft und der Gastfreundschaft der Menschen begeistert gewesen. Bis ins Jahr 2010 reiste der 68-Jährige mehrmals in den Libanon und machte dabei viele Fotos. Eine Auswahl dieser mit den künstlerischen Interpretationen Geldmachers sind nun in der VHS zu sehen.

Die Leidenschaft zur Kunst verbindet Münch und Geldmacher und hat ihnen nach ihren schweren Schicksalsschlägen neuen Lebensmut gegeben. Nun möchten sie Menschen mit einem ähnlichen Schicksal dabei helfen, einen neuen Sinn in deren Leben zu finden. Man dürfe sich nicht aufgeben und verstecken, sagt Münch.

Adriana Theessen, Programmbereichsleiterin bei der VHS, ist von den Werken und den Künstlern beeindruckt. „Schon strahlt unser Lichthof“, schwärmt sie. Zudem seien viele Mitarbeiter und Kursteilnehmer, die die Bilder und Gemälde, die bereits seit einigen Tagen hängen, bestaunt hätten, begeistert, erzählt Theessen.
 Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage an diesem Freitag, 18. Mai, um 18 Uhr im Lichthof der VHS. Bis zum 31. Juli können die Werke dann noch besichtigt werden.

Renke Hemken-Wulf
Volontär, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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