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NWZonline.de Region Delmenhorst

Südliche Variante stößt in Delmenhorst auf Ablehnung

17.05.2019

Delmenhorst 23 Kilometer lang soll sie werden, 2030 fertiggestellt sein und mitten durch den Delmenhorster Ortsteil Sandhausen verlaufen: Am Mittwoch haben die Straßenbaubehörden Niedersachsen und Bremen ihre Pläne für den künftigen Streckenverlauf der neuen Bundesstraße 212 bekannt gegeben.

Bevorzugt wird von ihnen der südliche Streckenverlauf, der aus Richtung Berne kommend die Stedinger und Stromer Landstraße, den Deich und die Ochtum kreuzen soll, ehe sie zur A 281 auf Bremer Gebiet führt. Fest steht auch: Es soll keine Anschlüsse nach und aus Bremen geben.

„Der Rat der Stadt Delmenhorst hat sich 2007 für eine verkehrsoptimierte Nordvariante ausgesprochen. Die nun von der Straßenbauverwaltung vorgeschlagene verkehrsoptimierte Südvariante wird deshalb abgelehnt“, teilte die Delmenhorster Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Verkehr bleibt konstant

Immerhin: Hinsichtlich der befürchteten Verkehrsbelastung auf der Stedinger Landstraße, die sich südlich des neuen Knotenpunktes befindet, würde sich die Zahl der für 2030 prognostizierten etwa 11 000 Kraftfahrzeuge pro Tag ohne den Bau der B 212 auf 11 600 Fahrzeuge erhöhen. „Bei der jetzt vorgeschlagenen Variante wird die Ortsdurchfahrt Deichhausen entlastet, und die Verkehrsbelastung der Durchfahrt durch Delmenhorst bleibt insgesamt in etwa konstant“, heißt es seitens der Stadt Delmenhorst. Sie werde im Zuge des Planfeststellungsverfahrens noch eine abschließende Stellungnahme abgeben.

„Die derzeitigen Planungen sind gut und schlecht für Delmenhorst“, sagt Martin Clausen, von der Interessengemeinschaft B 212 neu in Deichhausen und Sandhausen. Die große Verkehrsproblematik sei zwar durch die einseitige Auf- und Abfahrt nur in Richtung Bremen zwar abgewendet, für Deichhausen und Sandhausen bedeute dies aber große Geräuschemissionen und erhebliche Einschränkungen in der Optik. „Das Ortsbild wird nicht mehr ansatzweise so sein, wie wir es heute kennen“, so Martin Clausen.

Ähnlich sieht es die Stadt: „Die Südvariante stellt einen Eingriff in den nördlichen wertvollen Landschafts- und Naturraum der Stadt Delmenhorst dar und trennt die Ortslagen Neuendeel und Deichhausen“, heißt es.

Auch das Bürgerforum spricht sich in einem Schreiben gegen die Planungen aus. Das Land Bremen und die Landesregierung in Niedersachsen hätten über die Köpfe der betroffenen Gemeinden hinweg entschieden. „Ob die von den Planern bevorzugte Süd-Variante mit teilweisem Anschluss letztendlich durchgesetzt werden kann, ist angesichts der angekündigten Klage der Bürgerinitiative zweifelhaft“, heißt es.

Weiter kämpfen

In der Tat: Martin Clausen kündigt für die Bürgerinitiative bereits an, weiter zu kämpfen. „Es wurde ein weiterer Strich auf dem Papier gemacht“, sagt er. Solche hätte es in den vergangenen 20 Jahren immer wieder gegeben. „Für die Menschen hier ist das momentane Vorhaben natürlich bitter.“ Trotzdem werde man weiterhin nichts unversucht lassen. Aus seiner Sicht liegen die Trassenbewertungen der Nord- und Südvarianten dicht beieinander. „Es ist zwar unglaublich komplex, aber wir wissen, was wir in den nächsten Wochen und Monaten machen müssen. Gemeinsam wolle man die nächsten Schritte gehen und dafür sorgen, dass nicht doch ein anderer Weg eingeschlagen wird.

Sönke Spille Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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