DELMENHORST - Die ambulante Drogenberatung „Drob at home“ hat ein neues Dach über dem Kopf: In Zukunft wird die Beratung Suchtkranker im Hannelore-Händel-Haus an der Cramerstraße 193 stattfinden. Die Gründe für den Umzug liegen für Bereichsleiterin Cornelia Horn auf der Hand: mehr Platz. Im Helmut-Lange-Haus, wo die Beratungsstelle früher ihren Sitz hatte, gab es nur drei Büros. „Da waren die Räumlichkeiten halt sehr beengt,“ sagt Cornelia Horn: „Wir waren kaum noch arbeitsfähig.“
„Drob at home“ ist Teil des AWo-Bezirksverbandes Weser-Ems und fügt sich somit gut in das neue Domizil ein: Das Hannelore-Händel-Haus ist traditionell mit der AWo verbunden, früher hatte dort der Kreisverband seinen Sitz. „Wir sind eine weit verzweigte Familie“, sagt Cornelia Horn.
Die 36-Jährige und ihre Kollegen betreuen Klienten, die Eingliederungshilfe benötigen. „Das sind Leute, die mehr Unterstützung brauchen“, sagt Cornelia Horn. Die nicht nur zwei Mal im Monat zur Beratung gehen müssen. Viele seien krank, hätten eine Behinderung, seien verschuldet oder straffällig geworden. Meist sei die soziale Situation desolat.
43 Klienten werden zurzeit betreut. „Drob at home“ darf nur volljährige Bedürftige nehmen. „Es sind sehr viele junge Leute, aber die ganze Altersspanne ist dabei“, sagt Cornelia Horn. Das geschehe möglichst individuell. Auf diese Weise werde ein Vertrauensverhältnis hergestellt. „Wir kennen die Rückfälle, die täglichen Kämpfe, Krisen und Beziehungsprobleme“, sagt die 36-Jährige.
„Wir sitzen nicht im Büro und harren der Dinge“, sagt Cornelia Horn: „Wir sind dabei, gerade bei schwierigen Dingen.“ Das bedeutet, dass die Mitarbeiter die Klienten bei Behördengängen begleiten, mit zum Arbeitsamt und zum Arzt gehen oder Nachsorgeangebote vermitteln. „Letztlich geht es darum, Perspektiven zu erarbeiten“, sagt Cornelia Horn.
