Delmenhorst - Groß waren die Augen der Schülerinnen und Schüler, die die goldene Medaille, die Professor Dr. Klaus von Klitzing mit nach Delmenhorst gebracht hat, in den Händen halten durften. Schließlich handelte es sich dabei um den Nobelpreis, den der Physiker 1985 für seine Forschung um den quantisierten Hall-Effekt verliehen bekommen hat, der seine Runde im Publikum machte. „Die Medaille will ich aber wiederhaben“, rief der Forscher.
Kitzing war als Gastredner an das Max-Planck-Gymnasium gekommen, das offiziell in das nationale Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC aufgenommen wurde. Es handelt sich dabei um ein Netzwerk von Schulen mit einer besonders gut ausgeprägten Profil in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
Dass die Aufnahme in das Netzwerk das Ergebnis eines langen Weges war, unterstrich Schulleiterin Cordula Fitsch-Saucke. „Wir haben bereits im Jahr 2004 ein MINT-Profil an unserer Schule eingeführt, das wir seit dem stets überprüft und weiterentwickelt haben. Mittlerweile unterrichten wir sogar ganze Klassen mit MINT-Profil“, berichtete Fitsch-Saucke. Darüber hinaus würden die Schüler auch erfolgreich an Wettbewerben, Schülerakademien oder Projektarbeiten teilnehmen.
Und genau darauf komme es an, um als besondere Schule in das MINT-EC-Netzwerk aufgenommen zu werden, betonte Judith Haferland, stellvertretende Geschäftsführerin von MINT-EC. Das Max-Planck-Gymnasium habe ein exzellentes MINT-Profil, das auch mit anderen Profilen der Schule vernetzt sei. Darüber hinaus würde sich das Fachkollegium überdurchschnittlich gut engagieren, so dass die Schule zu Recht als „Leuchtturm der Bildungslandschaft“ bezeichnet werden könne.
Lob gab es auch von Oberbürgermeister Axel Jahnz. „An dieser Schule wird viel geleistet. Das macht einen Oberbürgermeister stolz. Ich bitte sie, so weiterzumachen“, sagte Jahnz, der auch betonte, dass er sich über die gute Ausstattung des Gymnasiums freue.
Dass sich Fleiß und Forscherdrang auszahlen, unterstrich zum Ende der Veranstaltung Nobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing vom Max Planck Institut in Stuttgart, der in seiner Jugend auch in Oldenburg lebte. Der Wissenschaftler berichtete in einem anschaulichen Vortrag über seine Forschung und die Verleihung des Nobelpreises in Schweden.
