Delmenhorst/Bremen - Aufgeschlossenheit: Das ist eine Eigenschaft, die Vanessa Ertel im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) im Regionalverband Bremen-Verden der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) täglich sehr gut gebrauchen kann. Seit Oktober 2019 ist die Delmenhorsterin bei der Hilfsorganisation beschäftigt und arbeitet im Hausnotruf mit.

Und das vor allem eigenverantwortlich. Sie ist für die Kunden in Bremen, im Landkreis Verden sowie in Cuxhaven zuständig und kümmert sich hier in erster Linie um Neuanschlüsse, Abmeldungen und den Tausch von Schlüsseln.

Neben Vanessa Ertel sind noch elf weitere Bufdis (Bundesfreiwilligendienstler) und sieben FSJler im Regionalverband Bremen-Verden beschäftigt. Für zwölf Monate erhalten junge Menschen – die Mehrheit kommt nach dem Abitur zur JUH – die Gelegenheit, noch vor Studium oder Ausbildung das Berufsleben kennenzulernen. Neben dem Einblick in den Alltag und die Organisation einer großen Hilfsorganisation lernen FSJler und Bufdis vor allem eines: Verantwortung zu übernehmen.

Nina Rasche, Dienststellenleiterin des Johanniter-Ortsverbands Bremen, ist es wichtig, Bufdis und FSJler auf Augenhöhe in den JUH-Alltag zu integrieren. „Wir nehmen junge Menschen in unser Team auf, führen sie gewissenhaft in die einzelnen Bereiche hinein und übertragen ihnen gerne die nötige Verantwortung“, sagt sie. Im Regionalverband Bremen-Verden werden FSJler und Bufdis unter anderem in den Bereichen Hausnotruf, als Einsatzfahrer sowie in der Breitenausbildung (Erste-Hilfe-Kurse), bei den Sozialen Diensten und im Behindertenfahrdienst eingesetzt.

Vanessa Ertel arbeitet wochentags von 8 bis 16.30 Uhr. Anfangs war die 19-Jährige noch sehr nervös, wenn es darum ging, mit Kunden zu telefonieren. „Mittlerweile ist das gar kein Problem mehr, im Gegenteil. Ich habe gelernt, vor allem mit älteren Menschen zu sprechen und ihnen verständlich etwas zu erklären, wenn sie zum Beispiel Fragen zur Technik im Hausnotruf haben“, sagt sie. Mit ihrem Aufgabenbereich ist die FSJlerin rundum zufrieden. „Manchmal fahre ich auch raus zu den Kunden, wenn zum Beispiel ein Router nicht funktioniert oder ein Stecker defekt ist.“

Vanessa Ertel hat sich nach ihrem Abitur bei den Johannitern beworben, weil sie zwar studieren möchte, aber sich seinerzeit unsicher in der Fachrichtung war. „Ursprünglich hatte ich an ein pädagogisches Studium gedacht und nie für möglich gehalten, dass mir der Bürojob so viel Spaß macht. Deshalb habe ich mich jetzt für ein duales Studium im Bereich Gesundheitsmanagement entschieden. Den Studienplatz habe ich bereits“, verrät sie.

 Wer sich für eine Stelle bei der Johanniter-Unfall-Hilfe interessiert, erhält weitere Informationen unter: www.besser-für-alle.de