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NWZonline.de Region Delmenhorst

Musik bissig-satirisch unterlegt

04.01.2019

Delmenhorst Ursprünglich wollte er Pfarrer werden. Dann habe er aber seine potenziellen zukünftigen Kollegen unter die Lupe genommen und sich gedacht: „Nee, doch nicht.“ Heute ist Friedemann Jaenicke Klavierlehrer, Chorleiter – und Satiriker am Klavier. Als solcher kommt der Bremer am Samstag, 12. Januar, im Rahmen des Citykirchenprogramms mit seiner Begleitband in die Stadtkirche Delmenhorst.

Satirischer Abend im Programm der Citykirche

Friedemann Jaenicke und seine Begleitband bringen am Samstag, 12. Januar, musikalische Satire in die Stadtkirche Delmenhorst am Kirchplatz 20. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr.

Der Eintritt zum satirischen Abend kostet zehn Euro. Karten sind auch im Vorverkauf im Kirchenbüro, Kirchplatz 20, sowie in der Buchhandlung Jünemann, Lange Straße 37, erhältlich.

Passen Kirche und Satire denn überhaupt zusammen? Für den Musiker mit abgebrochenem Theologiestudium schon, obgleich er gerne auch mal die Kirche aufs Korn nimmt. „Mir ist das Christentum wichtig. Aber ich habe einige Pfarrer gehört, bei denen ich mir dachte: Ihr macht die Kirche kaputt“, sagt Jaenicke. In seinem als Gospelsong verpackten Lied „Jesus im Herzen“ etwa mokiert sich der 51-Jährige über schönredende Pfarrer – und überbordende, showartige amerikanische Gottesdienste.

Der Kontakt zur Citykirche kam zufällig über die Saxophonistin Inken Schmidtpott, die Jaenicke neben Klarinettistin Birgit Kmiecinski und Frank Mattutat (Drumset) begleitet. Das Konzept der Delmenhorster Citykirche hat den musikalischen Kabarettisten überzeugt: „Das ist mitten in der Gesellschaft, mehr als nur Gottesdienst.“

Die Frage, ob seine Musik oder die Texte wichtiger sind, beantwortet Jaenicke prompt mit: „Das Zusammenspiel aus beidem.“ Unerlässlich ist in jedem Fall der Humor, nicht nur für seine Auftritte: „Die Gesellschaft würde auch ohne Humor funktionieren“, sagt Jaenicke, „aber sie wäre dann nicht liebenswert.“

Humor hat für den Profi Jaenicke jedoch auch Grenzen: „Er darf nie auf Kosten anderer Leute eingesetzt werden. Humor muss auch ein Zeichen von Selbstkritikfähigkeit sein.“ Die Grundlage von Humor sei aber immer, dass er überrasche.

Und was bekommen die Delmenhorster zu hören? Einige seiner Grundanliegen tauchten in seinen Liedern in verschiedener Form immer wieder auf, sagt Jaenicke. Immer wichtiger werde ihm, „gegen die Scheinwelt anzusingen“. Dies tut er, indem er doppelbödige Scheinheiligkeit mit bissigem Humor aufdeckt. Etwa mit dem Lied „Der nette Nachbar“ über den hilfsbereiten netten Herrn von nebenan – der aber im Rüstungsgeschäft tätig ist.

Nathalie Meng Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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