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NWZonline.de Region Delmenhorst

Buch über Sibylla Elisabeth: Auf den Spuren einer Gräfin

25.11.2019

Delmenhorst Herta Hoffmann hat in Archiven recherchiert, zahlreiche Briefe gelesen und sich auf eine Spurensuche durch Deutschland begeben. Sie hat sich seit 2016 intensiv mit dem Leben von Sibylla Elisabeth, Gräfin von Oldenburg und Delmenhorst, auseinandergesetzt. Schon durch das 750. Burgjubiläum im Jahr 2009 ist Hoffmann auf die interessante Gräfin, die von 1576 bis 1630 lebte, aufmerksam geworden. „Dann hat es mich nicht mehr losgelassen“, sagte die Delmenhorsterin.

Bis 2016 war Hoffmann Oberstudienrätin am Max-Planck-Gymnasium mit den Fächern Geschichte und Deutsch. Bereits 2015 hat sie mit dem Recherchieren begonnen, ein Jahr später ging sie in Pension. „Dann habe ich ab Sommer 2016 wirklich sehr intensiv daran gearbeitet“, sagte Hoffmann. Die Delmenhorsterin hat viele Privatbriefe der Gräfin und selbst ihre persönliche Bibel mit zahlreichen Markierungen durchgearbeitet. Auch verschiedene Museen und Archiven sowie dem Geburtsort von Sibylla Elisabeth, Dannenberg, stattete sie einen Besuch ab.

Auf 372 Seiten hat die 66-Jährige nun niedergeschrieben, was sie herausgefunden hat. Das Buch „Sibylla Elisabeth, Gräfin von Oldenburg und Delmenhorst (1576-1630) – Handlungsspielräume einer adligen Frau in der Frühen Neuzeit“ ist kürzlich im Oldenburger Isensee-Verlag erschienen. Die Basis für das Buch ist Hoffmanns Dissertation für die Universität Oldenburg.

Doch was für eine Frau war die Gräfin? Nachdem ihr Mann, Anton II., gestorben war, wurde sie Regentin der Grafschaft Delmenhorst als Vormund für ihren Sohn. „Dieses Phänomen, für den minderjährigen Sohn Regentin zu sein, war ganz weit verbreitet“, erklärte Hoffmann. Doch in den meisten Regentenlisten kommen die Frauen nicht vor. Obwohl sie elf Jahre Regentin war, wird auch Sibylla Elisabeth neben ihrem Mann und ihrem Sohn nur am Rande erwähnt, sagte Hoffmann.

Als Unterstützung hatte die Gräfin, die insgesamt elf Kinder hatte, ein verwandtschaftliches Netzwerk, das ihr den Rücken stärkte. „Sie hat immer wieder drauf bestanden, dass sie politische Handlungsspielräume bekommt“, erklärte Hoffmann. Dennoch musste sie sich in Zeiten des Dreißigjährigen Krieges eng mit Graf Anton Günther aus Oldenburg, ihrem angeheirateten Neffen, abstimmen. Laut der Autorin geht aus dem Briefwechsel zwischen den beiden hervor, dass sie sehr gut zusammengearbeitet haben: Graf Anton Günther habe Sibylla Elisabeth immer wieder in seine Entscheidungen einbezogen.

Somit ist Hoffmanns Buch mehr als eine Biografie. Die Leser erfahren viel über den Dreißigjährigen Krieg, lernen neue Facetten von Graf Anton Günther kennen und sehen die Geschichte der Grafschaft Oldenburg und Delmenhorst aus einem neuen Blickwinkel.

Anna-Lena Sachs Redakteurin / Online-Redaktion
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