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„bufdis“ In Delmenhorst Freiwillige bereichern Schulleben des Willms

Delmenhorst - Sie unterstützen die Lehrkräfte im Unterricht, helfen in der Sprachförderung für Schüler mit Migrationshintergrund, begleiten die Spieleausleihe in den großen Pausen und die Hausaufgabenbetreuung: Die beiden Bundesfreiwilligen, kurz „Bufdis“, Jana Hennig und Christina Waltl, absolvieren seit dem 1. August ihren Dienst beim Gymnasium an der Willmsstraße. „Christina Waltl und Jana Hennig bereichern unser Schulleben ungemein und zeigen, welche Bedeutung gesellschaftliches Engagement für unser Zusammenleben nicht nur am Willms hat“, sagt Klaas Wiggers, Koordinator der Einführungsphase und des Offenen Ganztags am Gymnasium an der Willmsstraße.

Einsatzstelle seit 2018

Seit 2018 ist das Gymnasium anerkannte Einsatzstelle für Freiwilligendienste. Während Christina das Willms schon zuvor acht Jahre als Schülerin kennengelernt und erfolgreich ihr Abitur absolviert hat, bringt Jana Erfahrungen aus ihrer Schulzeit am Gymnasium Ganderkesee ein, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Ohne unsere beiden Bundesfreiwilligen und ihre tatkräftige Hilfe könnten wir einige Angebote nicht auf dem jetzigen Niveau anbieten. Jana und Christina tragen auch erheblich zum Willms-Wir bei. Zum Beispiel gibt es in der Hausaufgabenbetreuung einen regelrechten Fanclub, der unabhängig davon, ob es Hausaufgaben gibt, jeden Tag fast zwei Stunden mit den beiden ihre Freizeit verbringt“, so Wiggers über den Einsatz.

Beide werden ab Sommer 2020 ein Lehramtsstudium beginnen. „Die Einblicke in den Schulalltag aus der Perspektive einer Lehrkraft sind sehr hilfreich für meine Berufsentscheidung: Gymnasiallehrerin für Religion und Englisch. Wir erleben täglich, welche Freude es ist, wenn Schüler einen als Bezugs- und Vertrauensperson auswählen und ständig Kontakt suchen“, sagt Christina Waltl. Jana Hennig, die ab dem kommenden Wintersemester Mathematik und Musik in Oldenburg studieren will, stimmt ihrer Kollegin zu: „Nicht nur die Zusammenarbeit mit den Schülern bereitet uns Freude, wir wurden am Willms auch von den Lehrkräften sehr herzlich aufgenommen und erfahren viel Anerkennung und Wertschätzung.“

Neben der Unterstützung im Schulalltag, müssen die „Bufdis“ im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes auch ein eigenes Projekt entwickeln und durchführen. Die angehenden Studentinnen stellten somit das Projekt „Wir bewegen das Willms“ auf die Beine. Nachdem sie an der schulinternen Fortbildung zur „Bewegten Schule“ teilgenommen haben, erarbeiteten sie ein Portfolio von „Energizern“, die sie mit allen Klassen des Willms durchführen. Dabei handelt es sich um Bewegungsimpulse, die die Konzentration und die Motivation der Schüler und Schülerinnen fördern und den Schulalltag bereichern sollen.

Keine Abiturienten

Mehr als 20 Bewegungseinheiten wurden so in den Willms-Klassen von den „Bufdis“ angeleitet. Auch bei der „Bewegten Pause“ unterstützen die beiden die Projektkoordinatorin Ina Tietjen.

Laut Stefan Nolting wird nicht nur der Willms-Fanclub, sondern das Gymnasium traurig sein, wenn die beiden Ende Juli die Schule verlassen. „Wir hoffen aber, dass sie später als ausgebildete Lehrkräfte an unsere Schule zurückkehren“, sagt er. Das Gymnasium an der Willmsstraße steht vor einer Herausforderung: Aufgrund der Umstellung von G8 auf G9 in diesem Jahr hat die Schule keine eigenen Abiturienten, die ein Bundesfreiwilligendienst ab August aufnehmen könnten. Deshalb sucht das Gymnasium nach Interessenten von außerhalb. Junge Erwachsene bis zum Alter von 26 Jahren können sich bei Interesse im Sekretariat des Gymnasiums unter t   0 42 21/1 46 71 melden.

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