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Cdu Schwarz wird erneut kandidieren

Wolfgang Bednarz

DELMENHORST - So gut besucht sei eine Wahlkreismitgliedervollversammlung das letzte Mal in den 70-er Jahren gewesen, meinte ein CDU-Mitglied am Rande der Aufstellung des Direktkandidaten der Partei für die Landtagswahl 2013 am Freitagabend in der Gaststätte „Zum Lindenhof“. 101 von 252 wahlberechtigten CDU-Mitgliedern waren erschienen, um in geheimer Wahl für die amtierende Landtagsabgeordnete im Wahlkreis 65 Delmenhorst, Annette Schwarz (50), oder ihren Herausforderer Axel Konrad (31) zu votieren. Am Ende hatte Schwarz die Nase vorn: Von 99 gültigen Stimmen erhielt die Hasbergerin 63. Konrad, Vorsitzender des Stadtverbandes Ost, verbuchte mit 36 Stimmen einen Achtungserfolg.

Im Vorfeld der Kandidatenaufstellung hatte Heinrich-Karl Albers, Kreisgeschäftsführer der Delmenhorster CDU und Vorsitzender des Stadtverbandes Deichhorst-Stadtmitte, mit seiner Drohung, der Partei den Rücken zu kehren, sollte Schwarz nicht wieder nominiert werden, für Unfrieden in der Partei gesorgt. Axel Konrad hatte gegenüber der

NWZ

  gesagt, dass er sich von Albers „angefeindet“ fühle. Mehrere Mitglieder forderten unter anderem deswegen eine Aussprache über den Zustand der Partei. Im Zuge der Aussprache unmittelbar vor dem Wahlgang musste Albers Tadel von mehreren Seiten einstecken. „Er hat uns unter Druck gesetzt, und das ist unmöglich“, meinte zum Beispiel Parteimitglied Henry Grimm. „Warum haben Sie sich nicht öffentlich von Herrn Albers distanziert?“, fragte CDU-Mitglied Jochen Wintermann Annette Schwarz. Deren Antwort: „Ich wollte vermeiden, dass der heutige Tag zum Tribunal über Albers wird.“

„Nutzen Sie den Erfahrungsschatz, der sich Ihnen mit mir bietet!“ Mit diesen Worten warb Schwarz in ihrer Vorstellungsrede für sich. Beim Parteivolk – das spiegelt das Wahlergebnis wider – ist sie indes nicht unumstritten. Bei der Landtagswahl 2008, bei der sie den Wiedereinzug ins Parlament nicht schaffte, haben 700 Delmenhorster CDU-Wähler ihr zweites Kreuzchen nicht bei Schwarz gemacht, darauf wies auch Axel Konrad in seiner Vorstellungsrede hin. Seit Mitte 2011 ist die Hasbergerin dennoch wieder im Landtag – als Nachrückerin des Abgeordneten Hans-Christian Biallas, der Präsident der Klosterkammer Hannover wurde.

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