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NWZonline.de Region Delmenhorst

„delmenhorster Liste“ Gegründet: Parteimitglieder verlassen SPD und Partner

22.08.2020

Delmenhorst Mit sofortiger Wirkung haben Bettina Oestermann, Gabi Baumgart und Margret Hantke ihren Austritt aus der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) am Freitag bekanntgegeben. Gleichzeitig bestätigten sie ihren Ausstieg aus der SPD-Stadtratsfraktion Delmenhorst.

Doch damit kehren sie der Politik nicht den Rücken: Sie gründeten, gemeinsam mit Andreas Neugebauer, der ebenfalls vergangene Woche aus der SPD ausgetreten war, die Fraktion „Delmenhorster Liste“. Damit wollen sie weiter in der Delmenhorster Politik tätig sein und auch bei der nächsten Kommunalwahl 2021 mit einer offenen Liste antreten.

Mit dem Leitspruch „sozial – überparteilich – transparent“ wollen sich die nun parteilosen Fraktionsmitglieder um die Ziele und Wünsche der Stadt Delmenhorst kümmern, sagt Bettina Oestermann. Mit ihrem Rücktritt gibt sie gleichzeitig ihren Fraktionsvorsitz der Gruppe SPD & Partner ab, den sie seit 2016 inne hatte.

Parteilose Fraktion

Bettina Oestermann hatte im Februar bekanntgegeben, dass sie sich vorstellen könne, ins Rennen um die Oberbürgermeisterkandidatur gegen Petra Gerlach (Grüne/CDU) zu gehen. Die Partei teilte dann im August mit, dass ihre Kandidatur nicht unterstützt würde. Die Absage der Kandidatur sei allerdings nicht der Hauptgrund für den Austritt und die Neugründung gewesen, sagt sie. „Es war eine Folge des Ganzen.“

Der Austritt aus der Partei ist offenbar keiner der Frauen leicht gefallen. Margret Hantke gibt auch ihren stellvertretenden Vorsitz zurück. Sie wolle nicht mehr abwarten, bis sich was tut, sondern handeln.

Verschiedene Interessen

„Nach 15 Jahren in der SPD habe ich mich dazu entschieden, viele Sachen nicht mehr zu tolerieren und neu anzufangen“, sagt Gabi Baumgart, ehemals Beisitzerin im SPD-Fraktionsvorstand, über den „Ruck in der SPD“. Sie wolle sich wieder mehr mit der Frage auseinandersetzen, was der Bürger möchte und nicht nur partei-internes besprechen. Dem stimmte Hantke zu.

„Mit unseren unterschiedlichen Interessen decken wir die Ratsthemen in Delmenhorst sehr gut ab“, sagt Oestermann. Weitere Mitglieder sind natürlich willkommen. „Wir glauben, dass wir viele Mitstreiter bekommen“, ist sich Oestermann sicher.

Mit den Strukturen innerhalb der Fraktion werden sich die Mitglieder zügig beschäftigen. Oestermann übernimmt den Fraktionsvorsitz. Ob auch ein OB-Kandidat aus den neu gebildeten Reihen gestellt werden würde, bleibt offen. Man wolle sich jetzt erstmal um das ganze Organisatorische kümmern, teilt Oestermann mit.

Mit dem Austritt der vier SPD-Mitglieder bleiben noch zehn im Stadtrat. Nun ist sie gleichauf mit der CDU, die ebenfalls zehn Mitglieder hat.

Nathalie Langer Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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