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NWZonline.de Region Delmenhorst

Nach Mordserie scharfe Kritik am Klinikum Oldenburg

30.08.2017

Delmenhorst Das „Versagen von Handelnden im gesamten Verfahren“ ist nach den Worten des Delmenhorster Oberbürgermeisters Axel Jahnz (SPD) ein Hauptgrund dafür, dass die Taten des Klinikmörders Niels Högel so lange unentdeckt bleiben konnten. Das „Wegloben“ Högels aus dem Klinikum Oldenburg mit einem guten Arbeitszeugnis – mit der ausgezeichneten Referenz fing Högel wenig später im Klinikum Delmenhorst an – sei ein Vorgang gewesen, der nicht hätte passieren dürfen und für das Jahnz nur ein Wort hat: „unglaublich“.

Alle Berichte zum Fall Niels Högel hier im Spezial

In einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz zeigte sich das Delmenhorster Stadtoberhaupt am Dienstagmorgen „tief erschüttert“ angesichts des Ausmaßes der Klinikmorde in Oldenburg und Delmenhorst. „Das wird die Stadt Delmenhorst noch viele Jahre begleiten, davon bin ich überzeugt“, sagte er. „Was aber nicht passieren darf, ist ein Generalverdacht gegenüber den pflegenden Mitarbeitern. Das würde ich bedauern.“

Jahnz hat am Dienstag der Soko „Kardio“ der Polizei seinen Dank für die Ermittlungsarbeit ausgesprochen.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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