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NWZonline.de Region Delmenhorst

Delmenhorster Vor Gericht: Milde Strafe nach Vergewaltigung

25.10.2018

Delmenhorst Wegen Vergewaltigung hat das Oldenburger Landgericht am Mittwoch einen 46 Jahre alten Mann aus Delmenhorst zu einer milden Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Der Angeklagte hatte die Not einer 38-jährigen Frau ausgenutzt, um sich dann an der Frau brutal zu vergehen. Der 38-Jährigen war von der Stadt eine Wohnung zugewiesen worden. Am 9. Oktober vorigen Jahres irrte die Frau dann durch die Straßen in Delmenhorst auf der Suche nach der richtigen Anschrift.

Der Angeklagte bot seine Hilfe an. Er überließ der Frau auch sein Handy, damit diese sich bei der Polizei nach der richtigen Wohnungs-Anschrift erkundigen konnte. Der 46-Jährige hatte Böses geplant. Obwohl die Frau den Weg zur Wohnungs-Anschrift alleine zurücklegen wollte, war er der 38-Jährigen gefolgt. In einem Verbrauchermarkt kaufte er schnell eine Flasche Wein. Sie habe kein Interesse, hatte die 38-Jährige erklärt. Doch sie konnte den Angeklagten nicht abschütteln.

In Höhe eines Firmengeländes griff er dann zu, brachte die Frau zu Fall und vergewaltigte sie aufs Brutalste. Die Spurenlage war eindeutig. Die Überwachungskamera des Verbrauchermarktes, wo der Angeklagte die Flasche Wein gekauft hatte, hatte Täter und Opfer gefilmt. DNA-Spuren des Angeklagten konnten an der Bekleidung der Frau sichergestellt werden. Zu leugnen gab es nichts. Das tat der Angeklagte auch nicht. Er legte ein umfassendes Geständnis ab und ersparte der Frau damit eine schmerzhafte Vernehmung vor Gericht.

Das Geständnis wirkte sich dann auch erheblich strafmindernd aus. Die 38-Jährige ist seit der Tat schwer angeschlagen. Sie musste sich in psychiatrische Behandlung begeben. Am Verfahren, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, sollte sie als Nebenklägerin teilnehmen. Doch sie ließ am Mittwoch mitteilen, dass sie nicht in der Lage sei, dem Prozess beizuwohnen. Nun bleibt ihr zumindest eine Vernehmung vor Gericht erspart.

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