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NWZonline.de Region Delmenhorst

Delmenhorster Wohnungsmarkt: Quote für Sozialwohnungen empfohlen

07.06.2019

Delmenhorst Die Wohnungslage ist weiterhin angespannt – auch in Delmenhorst. Weil dieses Thema so sehr drängt, trafen sich am Mittwochabend in der Markthalle die Mitglieder gleich dreier Ausschüsse. Über 30 Politiker aus den Bereichen Finanzen, Bauen und Soziales berieten nach Vorträgen aus der Verwaltung über die aktuelle Wohnungsmarktstrategie.

Der Leiter des Fachdienstes Stadtentwicklung und Statistik, Christoph Jankowsky, trug die Neuerungen des Konzeptpapiers vor. Noch in 2017 war die N-Bank, die Investitions- und Förderbank aus Niedersachsen, davon ausgegangen, dass rund 200 Wohnungen jährlich zusätzlich gebraucht würden. „Voraussichtlich wird das aber jetzt nicht mehr reichen“, merkte Jankowsky an. Nach Rechnungen der N-Bank wird es in 2030 rund 41000 Haushalte in Delmenhorst geben. Das bedeutet: „Bis dahin müssen wir 3000 Wohnungen geschaffen haben. Also 270 jährlich“, rechnete der Fachdienstleiter vor. Dass das nicht unrealistisch ist, zeigte er auf: „In den vergangenen fünf Jahren haben wir fast 1000 Wohneinheiten errichtet. Das ist beinahe im gewünschten Bereich.“

Barrierefrei und stadtnah

Bundesweit wird außerdem über das Thema Sozialwohnungen diskutiert. Die neuen Landesfördermittel stehen im Laufe dieses Sommers fest, wie der 1. Stadtrat Markus Pragal in seinem Vortrag klar machte. Er bezog sich in seinen Ausführungen auf Anträge der SPD-Fraktion und der Linken. Beide Parteien hatten Anforderungen an die Wohnungsmarktstrategie gestellt. „Wir haben eine hohe Deckungsgleichheit festgestellt und möchten daher an unserer Strategie festhalten“, schickte Pragal vorweg. Das Plenum gab ihm später bei der Abstimmung Recht: Beide Anträge wurden abgelehnt, die Strategie jedoch zur Kenntnis genommen.

Ein weiteres Ziel bis 2030: 1000 barrierefreie Wohnungen. 500 davon sollen durch Umbau, die restlichen 500 durch Neubau entstehen. Jankowsky schloss seine Rede mit einem Appell: „Wir müssen es schaffen, die Gesellschaft zusammenzuhalten.“ Ulf Kors, Vorsitzender des Seniorenbeirates, trat ans Mikrofon: „Barrierefreiheit hört nicht mit der Wohnung selbst auf.“ Kors zählte auf: „Es braucht in absoluter Nähe Ärzte und Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten sowie Zugang zu öffentlichem Personennahverkehr.“ Empfohlen wurde letztendlich eine Quote von fünf Prozent aller zu bauenden Wohnungen, mindestens aber zehn Stück pro Jahr.

Mehr Sozialwohnungen

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Der Vorsitzende des Sozialausschusses, Harald Groth (SPD), äußerte eine Bitte in Bezug auf den Sozialwohnungsbau: „Wir wünschen uns konkrete Zahlen. Wie viele Delmenhorster haben derzeit Bedarf an einer solchen Wohnung?“ Er kam auch auf die in 2030 auslaufenden Bindungen zu sprechen. Im gesamten Stadtgebiet werden in den kommenden Jahren rund 250 von den etwas mehr als 700 Sozialwohnungen aus den Bindungen fallen. Deshalb hatte die Linke beantragt, dass mindestens 33 Prozent der Wohnbebauung künftig auf Sozialmietwohnungen entfallen sollen. Hartmut Rosch (Linke) hielt an der Zahl fest. Heinrich-Karl Albers (CDU) äußerte Befürchtungen, dass die noch vorhandenen Wohnungen nicht an Delmenhorster vergeben werden könnten. „Wenn wir weiter Sozialwohnbau betreiben, sind unsere Taschen leer.“ Groth hakte ein: „Wir wollen vor allem die Wohnungen, die es schon gibt, effizienter bewirtschaften.“

Eindringlich wandte sich der Fachbereichsleiter von Jugend, Familie, Senioren und Soziales, Rudolf Mattern,   am Ende noch einmal an alle Ausschussmitglieder: „Sorgen Sie dafür, dass in Delmenhorst Wohnungen gebaut werden.“

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Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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