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Feuer an der Auguststraße
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Feuer an der Auguststraße

NWZonline.de Region Delmenhorst

Mit wenigen Würfen zum Ziel

14.05.2018

Delmenhorst Fast lautlos fliegt die Scheibe in einer kleinen Kurve über die Wiese in Richtung Korb. Das Klirren der Metallketten, die die Scheibe ausbremsen sollen, verkündet, dass der Wurf ein Erfolg war und die Scheibe im Korb gelandet ist.

Mit der Sportart „Discgolf“ können bisher nur die wenigsten etwas anfangen. Somit erntet der Delmenhorster Andreas Harthus verwirrte Blicke, wenn er von seinem Hobby erzählt. Es handelt sich dabei um eine Frisbeesportart, bei der ein Spieler mit einer Scheibe auf einem Parcours mit bis zu 18 Bahnen mit möglichst wenig Würfen versucht, einen Korb aus Metall zu treffen. „Man hat halt die Golfregeln zum größten Teil übernommen“, sagt Harthus. Hindernisse wie Bäume, Büsche oder Gewässer erschweren den Weg zum Korb. „Wasser darf man überhaupt nicht treffen, das gibt Strafpunkte“, so der 49-Jährige. Auch auf Wegen darf die Scheibe nicht landen. Bis der Delmenhorster die Regeln und das Spiel beherrschte, brauchte er vor allem Übung.

Auf die Sportart ist er durch Zufall gekommen. In verschiedenen Parks in Bremen fielen ihm Discgolf-Körbe auf. Seine Neugier war geweckt. An der Ostsee sah er wieder einen dieser Körbe –diesmal war jemand am Spielen. Prompt fragte er, was es mit der Sportart auf sich hat. Schon bald besaß er seine ersten Scheiben und sah sich Lehrvideos auf Youtube an. „Seitdem bin ich von den Plätzen nicht wegzukriegen.“

Windeinflüsse kalkulieren, verschiedene Wurftechniken beherrschen und die Vorteile der unterschiedlichen Scheiben kennenlernen: Seit zweieinhalb Jahren ist er nun aktiv und in der Klasse „Masters“ auf Turnieren in Deutschland unterwegs. Mit dem Delmenhorster Philipp Voß (30) ist Harthus im Verein „Drehmoment Bremen“. In der Hansestadt sind die beiden Discgolfer auch zum Üben unterwegs, da es in Delmenhorst keine geeignete Anlage gibt. Die Bremer haben Parks mit festinstallierten Körben. In ihrer Heimatstadt können die Discgolfer zwar in den Graft­anlagen spielen, man müsse allerdings immer mobile Körbe mitbringen oder mit Stangen als provisorisches Ziel spielen.

Einen Vorstoß, in den Graft­anlagen eine Anlage einzurichten, haben die Delmenhorster Discgolfer im vergangenen Jahr schon gewagt. Dies sorgte bei Verwaltung und Politikern für heftige Diskussionen. „Jetzt versuchen wir langsam, die Leute an den Sport heranzuführen“, sagt er weiter. „Es soll einfach zur Freizeitgestaltung beitragen.“

Für Harthus ist das Besondere am Sport, der vor allem in den USA und Finnland beliebt ist, dass man sich draußen bewegen kann, Discgolf für Jung und Alt geeignet ist und man relativ schnell die ersten Würfe beherrscht. Zudem könne Discgolf bei jedem Wetter gespielt werden. Sein Sportkollege Voß fährt in diesem Jahr zu den Deutschen Meisterschaften nach Potsdam. Für Harthus ist das Turnier ein Ziel für das kommende Jahr. Bis dahin wird in den Graftanlagen und in Bremen weiter fleißig geübt.

 Jeden Mittwoch laden die Discgolfer um 17.30 Uhr in die Graftanlagen hinter dem Theater „Kleines Haus“ ein, um gemeinsam zu spielen. Unerfahrene Interessenten sind ebenfalls eingeladen. Harthus informiert auch im sozialen Netzwerk Facebook unter „Delmenhorster Discgolf Gruppe“.


Sehen Sie ein Video unter   www.nwzonline.de/videos 
Anna-Lena Sachs
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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