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NWZonline.de Region Delmenhorst

Das Zauberwort heißt „Vielfalt“

08.01.2019

Delmenhorst „Toben im Prinzessinnenkleid“ – so heißt die Broschüre, die Petra Borrmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Delmenhorst, gemeinsam mit Kolleginnen aus der Region herausgegeben hat. Das Praxisheft richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kindertagesstätten und soll diese für eine geschlechterbewusste Pädagogik sensibilisieren.

Ein Teil der Broschüre widmet sich dem Thema Bücher. Genau hier kommen Petra Borrmann und Ulrike Schönherr, Leiterin der Kinder- und Jugendabteilung der Stadtbücherei Delmenhorst, zusammen. In Kooperation mit der Ev. Familienbildungsstätte Delmenhorst/ Oldenburg-Land bietet die Stadtbücherei am Dienstag, 29. Januar, von 9 bis 13 Uhr den Workshop „Von starken Mädchen und coolen Jungs – Geschlechterrollen im Bilderbuch an“.

Wer ist aktiv? Wer darf schwach sein? Wer muss toben? „Beim Vorlesen entstehen Bilder im Kopf. Und Bilder und Bücher verkörpern immer Botschaften“, sagt Petra Borrmann. Das Personal in Kindertagesstätten habe hier einen Erziehungsauftrag zu erfüllen. „Wenn sie selbst traditionelle Bilder im Kopf haben, halten sie im schlimmsten Fall Jungen vom Lesen hab“, sagt Borrmann. Denn Lesen werde traditionell als weibliche Tätigkeit verortet.

Der Workshop ist nur für eben jenes Personal in Kitas gedacht – aus gutem Grund, wie Ulrike Schönherr betont: „Sie haben eine Vor-Bild-Funktion, im wörtlichen Sinne. Wenn sie den Kindern zeigen, dass Vielfalt in Ordnung ist, kann man vermeiden, dass sich stereotype Bilder auf die Kinder übertragen.“

Den beiden Frauen ist wichtig, dass Kindern bereits möglichst früh eines vermittelt wird: „Du bist gut, so wie du bist. Mach das, worauf du Lust hast“, sagt Petra Borrmann. Es gehe darum, für Mädchen wie für Jungen herauszufinden, wer sie eigentlich seien und was für sie gerade richtig sei, ergänzt Ulrike Schönherr: „Sie sollen sich frei entwickeln und entfalten. Die Vielfalt steckt in uns.“

Und diese Vielfalt gelte es den Kindern zugänglich zu machen, unter anderem eben mit Bilderbüchern. In dem Workshop sollen „klassische“ Bilderbücher aufgezeigt werden – um mit Vorurteilen behaftete Stereotypen aufzuzeigen. Vor allem aber möchte die Stadtbücherei Delmenhorst Bücher präsentieren, die solche Rollenklischees eben nicht bedienen.

Es gebe, so betont Ulrike Schönherr, nicht gut und böse in Bilderbüchern. „Aber man kann ein Bewusstsein schaffen.“ Und Eltern wie Erzieher zum Nachdenken über ihre Haltung und ihre eigenen Bilder im Kopf bewegen, erhofft sich Petra Borrmann: „Dann ist schon viel gewonnen.“  Anmeldung zu dem Workshop bei der Ev. Familienbildungsstätte unter Telefon  0 42 21/99 87 20 oder info@efb-del-ol.de.

Nathalie Meng Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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