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Aktualisiert vor 5 Minuten.

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Auto fährt in Menschenmenge bei Rosenmontagsumzug

NWZonline.de Region Delmenhorst

Neubeginn für Linoleumwerk

13.01.2018

Delmenhorst Kann das Delmenhorster Linoleumwerk der DLW Flooring an der Ludwig-Kaufmann-Straße gerettet werden? Es sieht fast danach aus. Hans-Norbert Topp, der Vorsitzende der Geschäftsführung, gab jetzt bekannt, dass sich das Unternehmen in Verhandlungen mit einem „namhaften strategischen Investor“ befinde. Und diese Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss.

270 Arbeitsplätze

Die endgültige Vertragsunterzeichnung werde demnach noch im Januar erwartet. „Zudem laufen noch Verhandlungen über den Verkauf von einzelnen Produktionsbereichen der DLW Flooring“, heißt es in einer Mitteilung. Wer der Investor ist, wurde noch nicht bekannt gegeben. Alle 270 Delmenhorster Arbeitsplätze sowie weitere Arbeitsplätze an anderen Standorten könnten dadurch gerettet werden. „Für Delmenhorst freut mich diese Entwicklung sehr. Dass wir nun der letzte Produktionsstandort für Linoleum in ganz Deutschland sind, sehe ich als große Chance“, erklärt Oberbürgermeister Axel Jahnz auf Nachfrage der NWZ. Die Mitarbeiter könnten bald durchatmen und sich voll und ganz auf die Zukunft konzentrieren, sagt Jahnz.

Anders sieht es für den Standort Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg aus. Trotz Sanierungsmaßnahmen konnte sich kein Investor für den Standort finden. Ein Interessent sei kurzfristig abgesprungen, wie Topp erklärt. „Wir haben für den Standort Bietigheim-Bissingen alles versucht. Ohne Investor aber ist die Standortschließung nicht zu vermeiden“, sagt Topp, der vor rund einem Jahr als Sanierer ins Unternehmen geholt wurde. Ab dem 15. Januar müssten 190 Beschäftigte freigestellt werden. „Meine Gedanken sind bei den Angestellten. Wir reden hier über komplette Familien, die betroffen sind. Es geht um viel mehr als nur um 190 Arbeitsplätze“, sagt der Oberbürgermeister.

Für die Verantwortlichen der DLW Flooring gehe es jetzt darum, im Interesse aller Gläubiger die vorhandenen Werte am Standort Bietigheim-Bissingen bestmöglich zu vermarkten. „Nur wenn wir kurzfristig möglichst viel Insolvenzmasse erzielen, können wir den Schaden der Gläubiger und damit auch den der Beschäftigten möglichst gering halten“, erklärt Hans-Norbert Topp. Er sei davon überzeugt, die Angestellten würden aufgrund ihrer guten Qualifikationen und ihrer hohen Motivation schnell neue Arbeitsplätze finden.

Insolvenzantrag

Der Hauptsitz des Unternehmens schreibt seit Jahren rote Zahlen, das Minus konnte nie kompensiert werden. Es ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen in Schwierigkeiten geraten ist. Der amerikanische Mutterkonzern Armstrong war 2015 nicht mehr dazu bereit, die deutsche Firma zu unterstützen. Die Fields-Group aus den Niederlanden befreite das Unternehmen aus der Insolvenz und ließ es unter dem Namen DLW Flooring weiterlaufen. Doch der Versuch eines Neubeginns mit dem niederländischen Unternehmen scheiterte.

Am 11. Oktober 2017 hatte DLW Flooring einen Antrag auf eine selbstverwaltete Insolvenz gestellt. Seit Dezember lief die Investorensuche.

Jetzt bleibt zu hoffen, dass der noch unbekannte Investor den Vertrag unterzeichnet und sich das Delmenhorster Traditionsunternehmen in den nächsten Jahren wieder erholen kann.

Chelsy Haß Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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