DELMENHORST - DELMENHORST - Nach über zwei Jahrzehnten in Diensten der Stadt ist Stadtbaurat Klaus Keller am Freitag in den Ruhestand verabschiedet worden. An dem Empfang im Rathaus nahmen mehr als 100 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Vereinen teil, darunter auch der Ganderkeseer Bürgermeister Gerold Sprung und der ehemalige Delmenhorster Oberstadtdirektor Dr. Norbert Boese.
Oberbürgermeister Carsten Schwettmann sagte, Keller habe Delmenhorst beim Wandel von einer Industriestadt zu einem modernen Wohn- und Dienstleistungsstandort nicht nur begleitet, sondern diesen Weg auch ein Stück weit „geebnet und angelegt“.
Neben Großprojekten der Verkehrsinfrastruktur wie Ausbau der A 28, B 212 neu und Delmenhorster Dreieck habe dem scheidenden Stadtbaurat stets auch die Baukultur in der Stadt am Herzen gelegen, sagte Schwettmann. „Sie waren der richtige Mann an der richtigen Stelle.“
SPD-Ratsfrau Susanne Mittag ergänzte, mit Keller gehe „eine Institution in Pension“. Der studierte Bauingenieur habe im Laufe seines Berufslebens im ständigen Kontakt mit Politikern gelernt, „sechs verschiedene Ansichten in einem Projekt zu verwirklichen, das dann am Geldmangel scheitert“.
Keller verwies in seiner Dankesrede darauf, dass an dem, was er beruflich bewirken konnte, „viele Akteure mit unterschiedlichen Interessen“ beteiligt waren. Er habe nicht nur als Ingenieur, sondern auch als Verwaltungsbeamter gern Brücken gebaut und sich um transparente Planungsprozesse sowie konsensfähige Lösungen über Parteigrenzen hinweg bemüht.
Über die Nachfolge von Keller wird vermutlich im Sommer entschieden. Ausgeschrieben ist Stelle als allgemeiner Verwaltungsvorstand.
Die Nachfolge ist noch nicht entschieden worden
