DELMENHORST - Das Projekt dient auch dazu, Langzeitarbeitslose zu qualifizieren. Sie bekommen für ihren Einsatz eine Vergütung.
Von Wolfgang Loest
DELMENHORST - Knapp vier Wochen lang haben sie gelernt, wie die Abfallentsorgung in Delmenhorst organisiert ist, welche rechtlichen Grundlagen es dafür gibt, was als Sondermüll einzustufen ist. Und außerdem, wie man mit Menschen ins Gespräch kommt und gegebenenfalls auch heikle Punkte anreißen kann, ohne den Gegenüber zu verprellen. Ab Montag sind die ersten Delmenhorster Abfall-Lotsen dann vor Ort im Einsatz.Elf Männer und drei Frauen sind an dem Pilotprojekt beteiligt, das von der Volkshochschule und der Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Grundsicherung Delmenhorst durchgeführt wird. Es handelt sich um Langzeit-Arbeitslose, die als Lotsen nicht nur einen so genannten Ein-Euro-Job bekommen haben, sondern sich auch weiter qualifizieren können, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
„Wir werden Menschen, die Müll wegwerfen, nicht nur direkt ansprechen, sondern auch Haushalte aufsuchen und Informationen anbieten“, sagte gestern Alexander Kessler, Sprecher der neuen Lotsen-Gemeinschaft.
Für Monika Grenzdörfer vom Fachdienst Umwelt/Abfallwirtschaft ist es eine Gratwanderung: Die Einsatzkräfte, durch rote Jacken und blaue Hosen leicht erkennbar sollen freundliche Helfer sein, müssen sich andererseits aber auch Respekt verschaffen.
Nach einem Jahr wird Bilanz gezogen, ob das Projekt wiederholt wird.
