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NWZonline.de Region Delmenhorst

Sie machen ihre Stadt bunter

15.10.2019

Delmenhorst Wenn Mandy Kunde in Delmenhorst spazieren geht, sucht sie mit ihrem Blick automatisch die Gegend ab. Manchmal hat sie Glück und entdeckt hinter einem Baum einen bunten Stein. Doch was hat es mit den kleinen Kunstwerken auf sich, die in der ganzen Stadt zu finden sind?

Auch in Delmenhorst hat sich der Facebook-Trend verbreitet: Menschen verstecken in der Öffentlichkeit bemalte Steine. Die Finder können davon dann Bilder in der Facebookgruppe „Delmen Stones“ posten und sich darüber kennenlernen und austauschen. Sie können die Steine behalten oder an einem anderen Ort wieder aussetzen. Der Trend stammte laut Kunde aus den USA.

So funktioniert’s

Die Steine werden an einem beliebigen Ort hinterlegt. Manche Künstler posten sie vorher bei Facebook, ohne den Platz zu nennen, wo sie zu finden sind, damit sich andere gezielt auf die Suche begeben können. Wer den Stein findet, macht ein Foto und postet es in der Facebook-Gruppe. Danach kann der Stein am selben Ort oder an anderer Stelle (auch in anderen Städten oder Ländern) wieder versteckt oder behalten werden. Alle Anweisungen stehen auch auf der „Delmen Stones“-Facebookseite.

Nachdem Kunde in Cuxhaven auf die Idee aufmerksam geworden ist, gründete sie die Gruppe. „Sowas will ich für Delmenhorst auch“, sagt die 44-Jährige. Zunächst verbreitete sie die Gruppe nur unter ihren Bekannten, bald kamen mehr und mehr Menschen hinzu. „Als die ersten 50 Mitglieder da waren, bin ich durch das Wohnzimmer gehüpft.“ Mittlerweile zählt die Gruppe über 2200 Mitglieder.

So lernte Kunde auch die Delmenhorsterin Sandra Grigull kennen, die ebenfalls begeistert Steine bemalt und sie aussetzt. Ähnlich wie Kunde betreibt die 38-Jährige das Hobby mit ihren Kindern. Die „Delmen Stones“ haben viele Kinder motiviert, selbst Steine zu bemalen und beim Spazieren auf Entdeckungstour zu gehen.

Stein reiste in die USA

Zum Malen nutzen Kunde und Grigull Acrylfarben- und stifte. Mit einem Klarlack werden die Steine versiegelt. Eine Pusteblume, ein Leuchtturm oder ein Engel: Bei den Motiven sind den Künstlern keine Grenzen gesetzt. „Man muss kein Picasso sein“, sagt Kunde. Und auch bei den Verstecken werden sie kreativ. Die Beteiligten verteilen die Steine an Bushaltestellen, im Wald oder neben Parkplätzen.

Mit einem positiven Effekt: „Die Leute gehen mit offeneren Augen durch die Gegend“, sagt Kunde. Nicht nur Kinder werden durch den Trend vor die Tür gelockt: „Ich bin ganz überrascht, dass auch wirklich viele Männer dabei sind.“

Laut der Delmenhorsterin ist die Freude immer groß, wenn ein Stein gefunden wird. Meistens sind die Finder neugierig und wollen per Facebook den Ursprung der Kunstwerke ausfindig machen. Manche Steine gehen sogar auf Reisen: Somit wurden „Delmen Stones“ schon in die USA, die Dominikanische Republik oder nach Österreich gebracht.

Versteigerung geplant

Somit lernen sich Menschen durch die Steine kennen, die vorher nichts miteinander zutun hatten, erklärt Kunde. Ende September hatten die Mitglieder der Facebook-Gruppe sogar ihr erstes Treffen. Laut Kunde kamen über 70 Mitglieder im Tiergarten zusammen. Auch im Umland ist der Trend zu finden: In Ganderkesee werden die „Gander Stones“, in Bremen-Gröpelingen die „Gröpel Stones“ und in in Stuhr die „Stuhr Rocks“ verteilt.

Die Mitglieder der „Delmen Stones“ wollen mir ihren Steinen nun eine Delmenhorster Einrichtung unterstützen. Bis Ende Oktober können Interessenten bei Grigull Bilder von ihren Steinen einreichen. Die fünf Steine mit den meisten „Gefällt-mir-Angaben“ werden für den guten Zweck versteigert. Welche Einrichtung unterstützt werden soll, sei noch nicht bekannt.


Mehr Infos unter   http://bit.ly/delmenstones 
Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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