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NWZonline.de Region Delmenhorst

So früh wie möglich unterstützen

03.06.2019

Delmenhorst Kindern, die Schwierigkeiten in ihrer Umgebung haben, bestmögliche Hilfe bieten und sie in die Gesellschaft integrieren: Genau das hat die Heilpädagogische Frühförderung der Lebenshilfe Delmenhorst als Ziel. Immer dann, wenn Kinder Auffälligkeiten in ihrer Entwicklung aufweisen, werden die Mitarbeiter der Frühförderung aktiv. Und die Mitarbeiter stellen fest: Immer mehr Kinder zeigen Auffälligkeiten.

Welche Kinder den Bedarf einer Frühförderung haben, das bekommen die Mitarbeiter von Familienhebammen, Kinderärzten, Krippen und Kitas mitgeteilt. Zunächst würden die Mitarbeiter der Frühförderung das Kind beobachten. „Danach führen wir mit den Eltern und Erziehern Gespräche, ob sie ihr Kind so wie wir sehen und welche Förderung für die Kinder in Frage kommt“, erklärt Ann-Christin Senger, Leiterin der Heilpädagogischen Frühförderung der Lebenshilfe Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg.

Die Mitarbeiter würden die Eltern dann auch beraten, in welchem Fachdienst der Stadt genau der Antrag gestellt werden müsse. Wenn die Stadt die halb- oder einjährige Förderung gewährt, können die Mitarbeiter der Lebenshilfe starten. Dass die Eltern eine Frühförderung ablehnen, hat Ann-Christin Senger bisher noch nicht erlebt.

Aktuell sind zehn Mitarbeiter für die Heilpädagogische Frühförderung bei der Lebenshilfe in Delmenhorst tätig, darunter Heilpädagogen, Sozialpädagogen oder auch Rehabilitationspädagogen. Sie betreuen zurzeit 72 Kinder und Familien im Delmenhorster Stadtgebiet. „Im Jahr 2018 haben wir 2093 Einheiten von jeweils eineinhalb Stunden angeboten“, sagt Ann-Christin Senger.

Immer schwieriger werde für Kinder mit Frühförderungs-Bedarf die Situation in vielen Kindergärten, findet Ann-Christin Senger. „Viele sind überfordert in den großen Gruppen“, sagt sie. So seien viele der Kinder desorientiert, könnten ihr Verhalten nicht regulieren. „Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem“, findet Erin Drefs, Geschäftsführer der Lebenshilfe in Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg. Gut gefalle ihm das Delmenhorster Konzept verkleinerter Kita-Gruppen mit zwölf bis 15 Kindern. „Die Kinder kommen hier viel besser klar.“ Dem stimmt auch Ann-Christin Senger zu. „Die Kinder brauchen viel engere Strukturen, die ihnen Halt geben.“

Den Eltern wolle man außerdem die Angst nehmen. So ist es Erin Drefs wichtig zu betonen, dass es auf die Sichtweise bei der Betreuung ankomme. „Solch eine Förderung bedeutet nicht automatisch, dass das Kind behindert ist, sondern dass es zunächst einmal eine Beeinträchtigung gibt“, sagt er.

Mit Blick auf die vergangenen Jahren stellt er fest, dass sich die Art der Arbeit gewandelt habe. Wurde vor 40 Jahren noch viel mit den Kindern gespielt, arbeiten die Mitarbeiter heute heilpädagogisch und therapeutisch mit den Kindern. „Wir schauen bei jedem Kind, wie wir ganz individuell die Förderung des Kindes stützen können“, sagt Erin Drefs. Dabei werde darauf geachtet, wie die Ressourcen bei den Eltern und Kindern sind.

Eines ist in all den Jahren aber gleich geblieben. Gestern wie heute lautet der Leitsatz der Heilpädagogischen Frühförderung: So früh wie möglich so viel wie möglich tun.

Sönke Spille Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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