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NWZonline.de Region Delmenhorst

Petition gegen Umbenennung

16.10.2019

Delmenhorst Die Feldwebel-Lilienthal-Kaserne in Delmenhorst soll umbenannt werden. Grundlage hierfür sei laut einer Sprecherin des Verteidigungsministeriums die in 2018 erlassenen „Richtlinien zum Traditionsverständnis und zur Traditionspflege“. Seit vergangenem Jahr werden verschiedene Immobilien der Bundeswehr umbenannt. Auch der Name der Kaserne in Adelheide sei nicht mit dem Traditionserlass vereinbar.

Feldwebel Dietrich Lilienthal war Mitglied der Panzerjägertruppe der Wehrmacht. Wegen seiner militärischen Leistungen wurde die Kaserne 1970 nach ihm benannt, so die Sprecherin. „Heute aber kann nur ein soldatisches Selbstverständnis mit Wertebindung, das sich nicht allein auf professionelles Können im Gefecht reduziert, sinn- und traditionsstiftend sein, weswegen die ’Fw-Lilienthal-Kaserne’ umzubenennen ist“, sagte die Sprecherin des Verteidigungsministeriums.

In Einzelfällen und nach einer „sorgfältigen Abwägung“ sei es grundlegend möglich, einen Angehörigen der Wehrmacht in das Traditionsgut der Bundeswehr aufzunehmen. „Dieses Abwägen muss die Frage persönlicher Schuld berücksichtigen und eine Leistung zur Bedingung machen, die vorbildlich oder sinnstiftend in die Gegenwart wirkt, etwa die Beteiligung am militärischen Widerstand gegen das NS-Regime oder besondere Verdienste um den Aufbau der Bundeswehr“, so die Sprecherin weiter.

Doch die Umbenennung hat auch Gegner: Bei Facebook wurde die Gruppe „Fw Lilienthal-Kaserne Del – Gegen Namensänderung“ gegründet. Sie zählt mittlerweile mehr als 350 Mitglieder. Auch eine Online-Petition wurde gestartet – 427 Personen haben bisher unterschrieben und wollen somit die Umbenennung stoppen. In der Begründung der Petition heißt es: „Der Hauptgrund für diese Petition ist, dass wir unsere Kaserne mögen, so wie sie ist und tausende ehemalige Soldaten verknüpfen mit der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne, über Jahrzehnte, viele tolle Erinnerungen, an ihre aktive Zeit, in Delmenhorst.“

Für die Auswahl des Namens sind die Angehörigen der Dienststellen der Kaserne zuständig, so die Sprecherin. Wenn sie sich einig sind, fehlt noch die Zustimmung der verantwortlichen Organisationsbereiche und die Beteiligung kommunaler Gremien. Dann wird der Vorschlag dem Bundesministerium der Verteidigung vorgelegt.

Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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