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NWZonline.de Region Delmenhorst

Festakt: „Schalom und Mazel tov“

28.08.2017

Delmenhorst Der Sonntag war ein Tag der Freude für die Jüdische Gemeinde Delmenhorst. Sie war zusammengekommen, um die Neugründung vor 20 Jahren, am 24. August 1997, zu feiern. Dazu waren neben den Gemeindemitgliedern auch Gäste von der Stadt Delmenhorst und anderer Religionsgemeinschaften erschienen.

Die Jüdische Gemeinde Delmenhorst

Die erste jüdische Gemeinde in Delmenhorst gab es von 1700 bis 1940. Sie wurde unter der Nazi-Herrschaft in Deutschland ausgelöscht.

Am 24. August 1997 gründete sich eine neue jüdische Gemeinde in Delmenhorst, die heute rund 170 Mitglieder zählt.

An jedem Freitag feiert die Gemeinde gemeinsam Schabbat. Dazu treffen sich die Mitglieder in der Synagoge an der Louisenstraße.

    www.jgdel.de

Der erste Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Pedro Benjamin Becerra, freute sich, auf 20 Jahre zurückblicken zu können, in denen eine Menge erreicht wurde. Dabei dankte er vielen Gemeindemitgliedern und Unterstützern direkt.

Ganz besonders hob er dabei das Engagement von Dr. Norbert Boese, Vorsitzender des Freundes- und Förderkreises der Jüdischen Gemeinde in Delmenhorst, hervor. „Du bist wie ein Vater für uns“, sagte Becerra. So habe sich Boese sehr für einen jüdischen Friedhof engagiert. Außerdem habe er sich durch die Arbeit im Förderverein für die Erinnerungs- und Würdigungskultur in Delmenhorst stark gemacht.

Es habe aber auch schwere Zeiten gegeben, blickte Becerra zurück. So hätten vor fünf Jahren Jugendliche den jüdischen Friedhof an der Syker Straße geschändet. Sehr gefreut habe ihn daraufhin die Reaktion der Bürger in Delmenhorst. „Viele Menschen haben uns unterstützt und sofort ihre Hilfe angeboten“, freute er sich.

Im Namen der Stadt gratulierte Oberbürgermeister Axel Jahnz der Gemeinde. „Die Jüdische Gemeinde in Delmenhorst wurde einst ausgelöscht, das dürfen wir nicht vergessen“, sagte er. Umso erfreulicher sei es gewesen, dass sich eine neue Gemeinde gegründet habe, die er als eine Säule des gesellschaftlichen Lebens in Delmenhorst beschrieb.

Michael Grünberg, Direktoriumsmitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland, gratulierte der Gemeinde, auch im Namen des Präsidenten des Zentralrats, Dr. Josef Schuster. „20 Jahre sind nicht lang, aber hier ist viel geschehen, hier können Menschen offen ihre Religion leben“, freute er sich.

In seiner Ansprache betonte Norbert Boese die vielen Aktivitäten wie Theaterbesuche und Konzerte sowie die Pflege der Stolpersteine, die der Förderverein übernimmt. Er übergab neben einer Spende auch eine Steinplatte zum Gedenken. Der Gemeinde wünschte er „Schalom und Mazel tov“, hebräisch für: Frieden und viel Glück.

Einen kurzen Rückblick auf die Neugründung der Gemeinde gab zum Schluss Rabbinerin Alina Treiger. Sie beschrieb, wie vor über 20 Jahren Juden aus der ehemaligen Sowjetunion nach Delmenhorst kamen, sich fanden und die Gemeinde mit Hilfe der Jüdischen Gemeinde in Oldenburg gründeten. Sie betonte dabei vor allem die Menschlichkeit unter den Mitgliedern. „Hier kümmert man sich umeinander und das merke ich jedes Mal, wenn ich herkomme“, sagte die Rabbinerin.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg
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