Delmenhorst - Mit Kindern im Alter von sieben oder acht Jahren einen Film drehen, geht das? „Die Gruppe funktioniert ziemlich gut, das ist ’ne ganz spaßige Sache. Ich würde sagen, wir haben sie und sie haben uns im Griff“, sagt Patrick Jäkel. Der Medienpädagoge der Niedersächsischen Landesmedienanstalt aus Osterholz-Scharmbeck war diese Woche als „Gastregisseur“ an der Grundschule Beethovenstraße. Mit sieben Kindern aus den 2. und 3. Klassen realisierte der 33-Jährige einen Film, in dem es rund um die GSB geht, wie die Grundschule auch genannt wird.

Angestoßen wurde das bislang an der Schule beispiellose Projekt von dem Fachbereich „Sozialarbeit an Schulen“ der Delmenhorster Jugendhilfe-Stiftung, an der GSB vertreten durch die Sozialarbeiterinnen Anja Brinkmann und Evelyn Müller. „Wir haben die Kinder vor den Ferien angesprochen“, erzählt Anja Brinkmann. „Die waren motiviert und hatten auch Zeit in den Ferien. Wir wollten einen kurzen, ansprechenden, lustigen Film machen, in dem auch die Jugendhilfe-Stiftung vorgestellt wird.“

Gesagt, getan. Am Donnerstagvormittag erfolgten die letzten Drehs, am Nachmittag wurde das Rohmaterial geschnitten für die acht- bis zehnminütige Endfassung. In dem Film werden die Schlagwörter „gesund“, „sozial“ und „beweglich“ – sie finden sich auch auf dem GSB-Logo – in Bilder umgesetzt. Beim Stichwort „gesund“ geht es um das gesunde Schulfrühstück, das alle vier Wochen stattfindet, und die wöchentliche Obstkiste, die die Schule abonniert hat. Umgesetzt wurde dieser Teil als Erklärvideo, in dem man nur Hände sieht. Beim Stichwort „sozial“ dreht sich die Kamera langsam im Kreis, die Kinder stellen einen Streit dar, die Streitschlichtung, das Versorgen einer Wunde und das Sich-wieder-Vertragen der Kontrahenten. Für den Teil „beweglich“ wurde der Dreh in die Turnhalle verlegt; in Form der im Internet angesagten „Mannequin Challenge“ stellten die Kinder verschiedene Sportarten als Standbilder vor. „Sie haben gemerkt, dass man viel Zeit braucht, um die Drehs vorzubereiten“, sagt Brinkmann.

An diesem Freitag laden Moritz, Leah, Melina, Sem, Onur, Gina und Yael ihre Eltern und Verwandte in die Schule zur Premierenaufführung des Films mit Kaffee und Kuchen ein. Er wird im Anschluss auf den Homepages der Sozialarbeit an Schulen und der GSB zu sehen sein.