• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Delmenhorst

Mehr als 5000 Menschen müssen Häuser verlassen

17.05.2018

Delmenhorst Im Boden eines Grundstücks im Stadtosten liegt höchstwahrscheinlich eine nicht detonierte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der mutmaßliche Blindgänger wurde in mehreren Metern Tiefe entdeckt und wiegt vermutlich mehr als zehn Zentner. Er soll an diesem Freitagmittag entschärft oder, wenn dies nicht möglich ist, kontrolliert gesprengt werden. Eine unmittelbare Gefahr gehe von dem Blindgänger nicht aus, so der Katastrophenschutzstab der Stadt, der die Lage berät und die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet hat. In einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz berichteten Oberbürgermeister Axel Jahnz, Feuerwehrchef Thomas Stalinski, Katastrophenschutz-Stabsleiterin Petra Gerlach und Polizei-Einsatzleiter Carsten Hoffmeyer am Mittwoch über die Lage, die es in dieser Form in Delmenhorst noch nie gab.

Im Zuge der Unschädlichmachung der Bombe sind demnach in einem Radius von 1000 Metern rund um den Bomben-Fundort umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen erforderlich. Rund 5000 Menschen in den Stadtteilen Langenwisch und Stickgras müssen deswegen am Freitagvormittag ab 8 Uhr morgens ihre Häuser verlassen. Die Evakuierung ist verpflichtend. Die Stadt informiert die Anwohner mit Flugblättern. Die Evakuierung soll bis 12 Uhr mittags abgeschlossen sein. Danach soll die Bombe unschädlich gemacht werden oder gegebenenfalls auch abtransportiert werden. Das Evakuierungsgebiet wird von der Polizei überprüft und abgesperrt, Einbrecher sollten sich keine falschen Hoffnungen machen. Läuft alles nach Plan, können die Bewohner um 14 Uhr in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

Bürgertelefon

Für Menschen mit Hilfebedarf schaltet die Stadt ein Bürgertelefon frei. Wer zum Beispiel aus eigener Kraft die Sammelstellen nicht erreichen kann, kann sich unter der Nummer 04221/ 991600 melden (Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag ab 8 Uhr). Ist ein Anruf nicht möglich, bitte ein weißes Tuch ins Fenster hängen.

Die Grundschule Iprump bleibt geschlossen, ebenso das Jugendhaus „Casablanca“ und zwei Kitas. Evakuiert wird auch das Altenheim „Haus am Park“ an der Langenwischstraße mit teils bettlägerigen Personen. Die Delbus-Linie 201 endet bereits an der Haltestelle Feldstraße, die in den Lübecker Weg verlegt wird, die Linie 204 endet in der Lüneburger Straße. Die Müllabfuhr kann am Freitag im Stadtosten nicht stattfinden. Der Zugverkehr kann nach den bisherigen Planungen durchfahren, der Bahnhof Heidkrug bleibt aber gesperrt.

Für die Menschen, die am Freitagvormittag eine Unterkunft benötigen, werden Sammelstellen eingerichtet. Sie befinden sich an der Bremer Straße, Höhe Netto-Markt sowie Hotel Thomsen, an der Syker Straße in Höhe der Shell-Tankstelle und in Höhe der Bushaltestelle „An der Riede“. Von dort aus werden sie per Bus in die Mensen von IGS, Gymnasium an der Willmsstraße, BBS I und gegebenenfalls in den Saal der aramäischen Gemeinde sowie Markthalle und Divarena verteilt. Bitte an Personalpapiere und Medikamente denken. Haustiere müssen anderweitig untergebracht werden, Tierhalter werden gebeten, sich darum zu kümmern.

Die Polizei rechnet mit einem Verkehrschaos. Berufspendler sollten das östliche Stadtgebiet weiträumig umfahren, so Carsten Hoffmeyer, oder wenn möglich gleich einen Tag Urlaub nehmen. Auf vermeidbare Autofahrten sollte ganz verzichtet werden.

In dem rot umrandeten Gebiet muss die Bevölkerung am Freitagvormittag ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Die Evakuierung beginnt um 8 Uhr. (Quelle: Stadt Delmenhorst)
> Mobilansicht


  www.delmenhorst.de 
Wolfgang Bednarz
Delmenhorst
Redaktion Delmenhorst
Tel:
04221 9988 3

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.