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Folgen der Corona-Pandemie Mehr Selbstständige in Delmenhorst benötigen Hartz-IV

Gerwin Möller

Delmenhorst - „Aufgrund der Corona-Pandemie sind vermehrt Selbstständige auf Arbeitslosengeld II angewiesen“, sagt Marion Denkmann. Die stellvertretende Geschäftsführerin des Jobcenters Delmenhorst beobachtet einen Anstieg bei den Einzelunternehmern, die Hartz-IV-Leistungen beantragen. Waren es bis zum vergangenen März rund 100 geförderte Soloselbstständige, stieg die Zahl auf durchschnittlich über 150.

„Viele melden sich für den Leistungsbezug an, es werden aber auch Beratungen gewünscht“, sagt Denkmann. Da gehe es um Fragen, ob das eigene Unternehmenskonzept noch stimmig ist oder Veränderungen braucht. „Bei einigen, wie Einzelgastronomen, taucht aber auch die Frage auf, ob es sich überhaupt lohnen kann, das Geschäft nach der Corona-Krise wieder zu öffnen“, sagt Denkmann.

Jobcenter vermittelt Beratungen über seine Bildungsträger

Das Jobcenter vermittelt Beratungen über seine Bildungsträger. Von dort erfolge eine individuelle Bestandsaufnahme. Nachgefragt würden Hilfen bei der Unternehmensoptimierung und Unterstützung bei einer Neuausrichtung. Seit Gründung des Jobcenters wird in regelmäßigen Abständen ein Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm aufgestellt. Darin werden die Entwicklung von Beschäftigung und Beschäftigungslosigkeit bezogen auf das Jobcenter, geschäftspolitische Schwerpunkte und Handlungsfelder sowie regionale Vorgehensweisen beschrieben.

Weitere Themen sind Besonderheiten sowie die Umsetzung des operativen Programms. „Jetzt liegt die aktuelle Ausgabe vor“, sagt Denkmann. Neben der Beschreibung der bevorstehenden Herausforderungen und Handlungsansätze wird die Maßnahme- und Bildungszielplanung des Jobcenters vorgestellt. Es werden Coachings mit einem sozialpädagogischen Betreuungsanteil, praxisnahe Projektarbeiten und berufsbezogene Weiterbildungen durchgeführt.

Möglichst arbeitsmarktnahe Qualifizierungen

Für möglichst arbeitsmarktnahe Qualifizierungen wird bei der Durchführung der Kurse gesteigerter Wert auf Digitalisierung, Betriebsbesuche und Praktika bei Arbeitgebern gelegt. Darüber hinaus wird das digitale Lernen von zu Hause aus künftig mehr Berücksichtigung finden. Die notwendigen Tablets können bei Bedarf über den Bildungsträger ausgeliehen werden.

Neben dem Fortsetzen von Bewährtem gibt es auch 2021 wieder einige Neuerungen im Maßnahmenportfolio. Im Rahmen der Integration von Personen mit Migrationshintergrund wird vermehrt auf eine gemeinsame Unterrichtsform mit deutschsprachigen Bewerbern gesetzt. Auch für Frauen in unterschiedlichen Lebenslagen werden diverse Lehrgänge angeboten.

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