• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Neuwahlen in Thüringen   im April 2021 – MP-Wahl im März
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 2 Minuten.

Entscheidung In Erfurt
Neuwahlen in Thüringen im April 2021 – MP-Wahl im März

NWZonline.de Region Delmenhorst

Bedroht geplantes Gesetz ihre Existenz?

22.01.2020

Delmenhorst Ein Gesetzentwurf bedroht die Existenz von Fotohändlern. Darin sind sich die drei Delmenhorster Jürgen Waßer von Photo Waßer, Hartmut Nordbruch von Photo von Oven und Thomas Kuhnke von Foto Art Kuhnke, einig. Zusammen haben sie mehr als 100 Jahre Erfahrung im Fotogeschäft. Grund für die Aufregung: Bundesminister Horst Seehofer (CSU) hat den Plan, Passfotos nur noch in den Ämtern anfertigen zu lassen, um Dokumentenfälschungen zu verhindern.

Angesichts des enormen Gegenwindes hat das Bundesinnenministerium um Seehofer allerdings bereits ein Türchen für die Fotografen geöffnet. Man suche nach einem Weg, die Sicherheitsinteressen durchzusetzen, ohne die Fotografen zu benachteiligen.

„Das Gesetz hätte für uns existenzbedrohende Ausmaße. Passfotos gehören zu unserem Kerngeschäft – davon bezahlen wir Miete und Personal“, sagt Waßer. Monatlich setzen die drei Delmenhorster Fotostudios einige Tausend Euro mit der professionellen Herstellung von Passbildern um. Etwa zwölf Euro kostet es pro Person.

Bisher war es bei Personalausweisen oder Reisepässen möglich, das Passfoto nach den biometrischen Anforderungen bei einem Fotohändler oder selbst in einer Fotobox anzufertigen. Das Bundesinnenministerium sieht dieses Vorgehen allerdings als zu leicht manipulierbar an und will Fotostudios und -automaten die Aufgabe entziehen. Zukünftig sollen diese ausschließlich im Bürgerbüro unter Aufsicht entstehen.

Bei der Manipulation wird das sogenannte „Morphing“ angesprochen. Dabei werden zwei Fotos zu einem dritten zusammengefasst. So sollen biometrische Scanner getäuscht werden, da sie ähnliche Merkmale in den Gesichtern feststellen. „Ich fühle mich veräppelt. Vorher wurde jahrelang an einem Konzept gearbeitet, wie die sichere Übertragung von Passfotos möglich ist“, ärgert sich Kuhnke. Das Foto bei der Bundesdruckerei verschlüsselt zu hinterlegen, wäre kein Problem, sind sich die Fotografen einig. Sonst habe das Gesetz personelle Konsequenzen in Delmenhorster Fotogeschäften. „Wir müssten Mitarbeiter entlassen“, befürchtet Hartmut Nordbruch. In seinem Laden beschäftigt er fünf Angestellte. „Dadurch wird die ganze Branche bedroht“, sagt Waßer. Von den etwa 5500 Möglichkeiten, in Deutschland Porträtbilder anfertigen zu lassen, würden laut der Berufsverbände 3500 bis 4000 wegfallen.

Arne Jürgens Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.