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NWZonline.de Region Delmenhorst

Gedenken: Kränze am Grab niedergelegt

07.09.2020

Delmenhorst Mitglieder der Linken, des Friedensforums, des Türkischen Arbeitervereins, des Vereins Dialogos und Oberbürgermeister Axel Jahnz gedachten am Antikriegstag dem Beginn des 2. Weltkrieges.

Da aufgrund der Pandemie die Kranzniederlegung des DGB nicht öffentlich durchgeführt wurde, haben einige Organisationen zum Friedhof in Bungerhof eingeladen. „Gerade in diesem Jahr, in dem sich das Ende des Krieges zum 75. Mal jährt, finden wir es wichtig die Veranstaltung ganz real zu machen und den Menschen die Möglichkeit zu geben, persönlich teilzunehmen“, sagte Edith Belz, Kreissprecherin der Linken.

„75 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs ist die Gefahr eines erneuten weltumspannenden Kriegsgeschehens nicht gebannt,“ sprach Helmuth Riewe, Mitglied des Friedensforums, vor dem Grabmal der ukrainischen Zwangsarbeiter. „Weltweite Bemühungen, Atomwaffen international zu ächten, stoßen gegenwärtig bei den Nato-Staaten noch auf Ablehnung“, sagte Riewe. Es sei ein kleiner Trost, dass es in Delmenhorst im abgelaufenen Jahr gelungen ist, den Stadtrat zum Beitritt zur internationalen Vereinigung „Bürgermeister für den Frieden“ zu bewegen. Auch das Schicksal der Zwangsarbeiter in Delmenhorst stand im Fokus der Rede. „Erst nach Machtergreifung der NSDAP im Jahre 1933 wurde Delmenhorst militärisch“, sagte Riewe. Viele Unternehmen, die als Wehrmachtsbetriebe eingestuft waren, seien mit Zwangsarbeitern „versorgt“ worden. Dazu zählte Riewe unter anderem die Maschinenfabrik Wehrhahn, die Firma Friedrich Christoffers, die Norddeutsche Woll- und Kammgarnindustrie und die Deutschen Linoleumwerke auf. Des Weiteren führte Riewe aus, dass 1000 Fremdarbeiter alleine in Delmenhorst auf der Nordwolle eingesetzt waren.

Er endete seine Rede mit einem Appell, dass es „lediglich ein wenig Mut“ bräuche, um ein anständiger Mensch zu bleiben.

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