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NWZonline.de Region Delmenhorst

Gelöbnis bei der Bundeswehr: Harter Einstieg ins Soldatenleben

16.11.2020

Delmenhorst Die Kameradschaft ist eine Tugend, die in der Bundeswehr seit jeher eine hohe Bedeutung hat. Auch beim feierlichen Gelöbnis am Freitag auf dem Gelände der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne erinnerten die Redner an diesen besonderen Zusammenhalt.

60 Rekruten

Die rund 60 Rekruten, die hier im Corona-Jahr die Grundausbildung absolviert haben, lernten schnell, Kamerad zu sein – wahrscheinlich so schnell wie kein Jahrgang zuvor. Denn anstatt der sonst üblichen drei Monate dauerte die Ausbildung nur sechs Wochen. In diesem Zeitraum war nur ein Wochenende mit der Familie gestattet. Die übrige Zeit verbrachten die Rekruten in der Kaserne, lernten und trainierten auch am Wochenende, tägliche Dienstzeit 6 bis 20 Uhr. Das Coronavirus sollte unter keinen Umständen die Truppe infizieren.

Aber nicht nur die Grundausbildung war vom Infektionsschutz geprägt, auch das Gelöbnis musste sich dem aktuellen Ausnahmezustand beugen. Zum 65. Geburtstag der Bundeswehr wollte das Logistikbataillon 161 eigentlich im Herzen von Delmenhorst einen Festakt veranstalten. Auf der Burginsel sollte auch die 30-jährige Partnerschaft zur Stadt Eberswalde eine besondere Würdigung erfahren. Doch eine Großveranstaltung ist derzeit undenkbar. Deshalb entschied sich das Bataillon für ein Gelöbnis auf dem eigenen Kasernengelände.

Die jungen Rekruten stellten sich dabei vor einer spärlich besetzten Tribüne auf. Nur einige Politiker und Führungskräfte des Militärs verfolgten das Gelöbnis, ohne Pandemie wären auch zahlreiche Angehörige angereist. Diesen Menschenauflauf galt es aber corona-bedingt zu verhindern. Für die wenigen Beteiligten waren Maske und Mindestabstand trotzdem Pflicht. Um die Verbreitung von Aerosolen zu vermeiden, erwiderte zudem nur die vorderste Reihe der Rekruten und Soldaten militärische Ausrufe. Das galt auch für das Gelöbnis selbst. Sogar für die Nationalhymne wurden alle Anwesenden aufgefordert, nicht laut mitzusingen. Bei der musikalischen Begleitung musste der Festakt auf den Einmarsch des Musikkorps verzichten. Ein stationärer Auftritt einer Abordnung des Marinemusikkorps auf dem Appellplatz war aber möglich.

Weil der Eid der Zeitsoldaten und das Gelöbnis der freiwillig Wehrdienst Leistenden im Soldatenleben aber eine besondere Rolle einnimmt, wollte die Bundeswehr auch unter diesen besonderen Umständen einen feierlichen Rahmen schaffen. Für die jungen Männer und Frauen dürfte dieser Tag auch durch das konstante Knistern der Feuerkörbe in Erinnerung bleiben. Und auch die Anerkennung, die ihnen der Bundestagsabgeordnete Christian Dürr (FDP) entgegen brachte, kann in der militärischen Laufbahn den Rücken stärken. „In einer Zeit, in der viele vor allem ihren Vorteil suchen. In einer Zeit, in der viele fragen, was kann der Staat für mich tun und nicht, was kann ich für das Gemeinwesen tun. In dieser Zeit übernehmen Sie heute Verantwortung für die Bundesrepublik Deutschland“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP.

Im Einsatz gegen Corona

Oberstleutnant Torsten Ickert erinnerte in seiner Rede auch an die besondere Rolle, die die Bundeswehr in der Corona-Krise erfüllt: „Unser derzeit größter Einsatz findet momentan im Inland statt. Die Bundeswehr unterstützt mit weit mehr als 7300 Einsatzkräften bei der Bewältigung der Corona-Pandemie.“ Soldaten seines Bataillons seien in Bremen, Delmenhorst, Vechta und Soest im Einsatz.

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