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NWZonline.de Region Delmenhorst

Für ein gutes Leben in den Stadtteilen

23.08.2018

Delmenhorst Gemeinwesenarbeit ist ein wichtiger Baustein für die Demokratie. Das wurde am Dienstag beim ersten Fachtag Gemeinwesenarbeit in Delmenhorst deutlich. Das Diakonische Werk Delmenhorst/Oldenburg-Land hatte zu dem Fachtag unter der Überschrift „Nachbarschafts(t)räume“ in die Markthalle eingeladen. 80 Interessierte aus der sozialen Arbeit, der Verwaltung und der Politik waren der Einladung gefolgt und bekamen durch den Vortrag von Heike Binne, Quartiersmanagerin in Bremen-Lüssum, zunächst einen Einblick, wie Nachbarschaften zu Orten politischer Bildung werden: Indem die Menschen, etwa wenn es um die Anlage eines Spielplatzes geht, sich beteiligen können.

„Bei der Gestaltung der Spielplätze ist es uns wichtig, die Wünsche der Bewohner zu berücksichtigen. Gleichzeitig wurde mit dem Spielplatz ein weiterer öffentlicher Raum geschaffen, in dem Begegnung im Quartier stattfinden kann. Genauso wie in Nachbarschaftsgärten, Nachbarschaftscafés und anderen niedrigschwelligen Angeboten, die für die Gemeinwesenarbeit so wichtig sind. Denn: „Nur wenn man etwas voneinander weiß, fängt es an zu menscheln“, betont Binne.

Damit Gemeinwesenarbeit so erfolgreich gelingt, müssen aber auch einige Bedingungen erfüllt sein. „Es braucht Kontinuität“, sagte Prof. Dr. Lothar Stock in seinem Vortrag. Gemeinwesenarbeit sei heute aktueller denn je, sagte der Wissenschaftler von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. Doch für den Erfolg der Gemeinwesenarbeit brauche es einen langen Atem und Kontinuität bei den Mitarbeitenden. „In Sachen langfristiger Förderung müssen wir in der Politik noch einiges bewegen“, sagte auch Saskia Kamp, Kreisgeschäftsführerin der Diakonie Delmenhorst/Oldenburg-Land.

Derzeit gibt es in Delmenhorst vier Nachbarschaftsbüros: In Düsternort (seit 1999), im Wollepark (seit 2000), in Hasport und in Deichhorst (beide seit diesem Jahr). „Die Quartiere sind sehr unterschiedlich“, verdeutlichte Wencke Lüttich, Koordinatorin Gemeinwesenarbeit in Delmenhorst, in ihrem Vortrag. Dennoch sei der Austausch untereinander sehr wichtig und viele Projekte wie der Vorlesetag, die Senioren- und Migrationsberatung können gemeinsam organisiert werden.

Was alles zu der Arbeit in den Nachbarschaftsbüros dazu gehört, konnten die Teilnehmer des Fachtages im Anschluss an die Vorträge in Tischgesprächen erfahren. Dabei ging es um Bürgerbeteiligung im Quartier, Stadtteilkassen und die aktivierende Befragung, mit der die beiden neuen Nachbarschaftsbüros ersten Einblick in die Wünsche und Sorgen der Bewohner bekommen. Das Ziel der Gemeinwesenarbeit ist es bei all diesen Angeboten, die Lebensverhältnisse in den Stadtteilen zu verbessern – und zwar mit den Menschen, die dort leben.

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