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NWZonline.de Region Delmenhorst

Gesundheit: Wohin mit meiner Sucht?

26.08.2017

Delmenhorst Sucht ist immer noch ein Tabuthema. Viele Menschen benötigen Hilfe bei der Bewältigung ihrer Suchtprobleme, wissen aber nicht, wo es Hilfe gibt oder trauen sich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

In Delmenhorst ist die Anonyme Drogenberatung (Drob) Ansprechpartner für Menschen mit Suchtproblemen. Am Freitag empfing Einrichtungsleiterin Evelyn Popp und ihr Kollege Henning Fietz, Bereichsleiter für die Prävention, die Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen und die Landtagsabgeordnete Annette Schwarz (beide CDU).

Popp stellte den Politikerinnen die Einrichtung und insbesondere das Projekt „Looping“ vor. Dabei handelt es sich um ein Angebot speziell für Familien, in denen Suchterkrankungen eine Rolle spielen.

„Wir sprechen gezielt Eltern an, die unter einem Suchtproblem leiden, und versuchen unsere Unterstützung anzubieten“, berichtete Popp. Das geschehe dann in der Hauptsache über Gespräche.

„Die laufen mit der Familie aber auch mit einzelnen Familienmitgliedern ab“, führte Popp aus. Dabei gehe es vornehmlich darum, Informationen zum Thema Sucht zu vermitteln, offen über die Erkrankung zu sprechen sowie das Erlebte einzuordnen. Diese Maßnahmen würden für Eltern und Kinder eine deutliche Erleichterung darstellen.

„Es ist vor allem für die Kinder wichtig, ihre Erfahrungen richtig einzuordnen, weil sie oft denken, sie seien Schuld an der Erkrankung ihrer Eltern“, berichtete Popp. Die Kinder würden sich oft „ohnmächtig“ fühlen, weil ihr Verhalten die Situation kaum beeinflussen könne, was dazu führe, dass sie sich noch schlechter fühlen würden.

Grotelüschen und Schwarz zeigten großes Interesse an dem Projekt. „Es ist schade, dass wir die Finanzierung komplett selbst stemmen müssen“, sagte Henning Fietz. Für die Dauer von drei Jahren hätten Gelder der Aktion Mensch-Lotterie zur Verfügung gestanden, mittlerweile müsse man das Projekt jedoch über andere Wege wie Sponsoren finanzieren.

Problematisch sei darüber hinaus, Fachpersonal zu finden. „Wer die nötigen Qualifikationen hat, arbeitet lieber woanders, weil die Bezahlung besser ist“, so Popp. Dabei habe die Arbeit mit Suchtkranken durchaus Erfolg, wenn diese die Hilfe annehmen würden.

Astrid Grotelüschen versprach deshalb, das Thema in ihre Arbeit im Bundestag einfließen zu lassen und in Berlin „nach vorne zu holen“.

NWZonline.de/gesundheit
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Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg
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