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NWZonline.de Region Delmenhorst

Er macht Budenstädte möglich

13.12.2019

Delmenhorst Glühwein, gebrannte Mandeln und Waffeln dürfen auf einem Weihnachtsmarkt nicht fehlen. Allerdings machen erst die Verkaufsstände die kurzfristig errichteten Budenstädte zu dem, was sie sind. Doch woher stammen die Weihnachtsmarktstände? Einige werden in Delmenhorst gefertigt.

Glühweinbuden, Imbisshütten und Verkaufsstände für Süßes baut Sven Pfützner mit seinem Team für Märkte und Messen in ganz Europa. Somit sind seine Hütten unter anderem in Norwegen, England, den Niederlanden und der Schweiz zu finden. Auf Weihnachtsmärkten in ganz Deutschland sind die Maßanfertigungen ebenfalls vertreten – so auch auf dem Delmenhorster Weihnachtsmarkt und auf dem Weihnachtsmarkt in Bremen.

100 Hütten in 2018

Während für die Schausteller die Hauptzeit derzeit in vollem Gange ist, hat der 52-jährige Delmenhorster die Hochsaison gerade hinter sich gelassen. Von März bis Ende November – der Monat, in dem die meisten Weihnachtsmärkte öffnen – häufen sich die Bestellungen. So baute Pfützner mit seinem Team im Jahr 2018 rund 100 Verkaufsstände. Darunter war eine Großbestellung aus Freiburg im Breisgau mit 70 Hütten. „Das konnten wir nur mit allen Kräften schaffen“, sagt Pfützner, der sieben Angestellte beschäftigt. Doch nicht in jeder Saison werden so viele Buden geordert, manchmal baut die Pfützner GmbH 20 Marktstände in einem Jahr.

Dabei variieren die Hütten, die hauptsächlich aus Fichtenholz gefertigt werden, in der Größe von drei bis 100 Quadratmetern und liegen preislich zwischen 2000 und 150 000 Euro. „Die Verkaufsstände sind bei Fertigstellung mit Fußbodenbeschichtung, Elektrik, Wasserversorgung und Rollläden komplett ausgestattet.“ Darüber hinaus bietet der Tischlermeister auch Zubehör, wie Schilder und Mülleimer, an.

Angefangen hat alles mit Pfützners Vater, der 1970 den Handwerksbetrieb gegründet hat. Zunächst konzentrierte er sich auf die Herstellung von Gartenhäusern. „Dann haben ihn Schausteller gefragt, ob er nicht Hütten aus Holz für die Weihnachtsmärkte bauen könnte“, erklärt Pfützner. Somit wurde die Herstellung der Gartenhäuser weniger und die Verkaufsstände immer mehr. 2001 übernahm der 52-jährige Sohn dann den Betrieb.

Im Ausland beliebt

Zu den Kunden des Delmenhorsters zählen Städte, die Hütten zur Verfügung stellen, aber auch die Schausteller selbst. Pfützners Kunden im Ausland sind meist Deutsche, die ausgewandert sind und die Tradition aus der Heimat dort aufleben lassen wollen. „Die deutschen Weihnachtsmärkte sind dafür ein Aushängeschild“, sagt Pfützner. „In England läuft es sehr gut, die mögen die Märkte echt gerne.“ Der Delmenhorster lieferte bereits nach Bristol und Manchester. Pfützner erhielt zudem Anfragen aus den USA, Japan und Russland.

Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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