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NWZonline.de Region Delmenhorst

Graf Gerd Stadtgetümmel: Eine Reise in die Vergangenheit

08.07.2019

Delmenhorst Einmal selbst Bogenschießen, oder mit Teer und Federn am Pranger stehen? Mit den Besuchern des elften Graf Gerd Stadtgetümmels auf der Burginsel in Delmenhorst ist am Samstag und Sonntag so einiges geschehen. Tausende Mittelalterfans ließen sich das Spektakel nicht entgehen.

„Ich mag Eulen und Adler“, sagte Madlen. Deshalb hatte die Fünfjährige auch keine Angst, als Tanja Winter mit einem großen Vogel auf dem Arm sich zu ihr hinunter beugte. „Das ist Artemis“, sagte Winter. Mit einem Team von 20 Leuten trainieren die „Skyhunters“ aus Frechen (Nordrhein-Westfalen) unter anderem Sakerfalken, Wüstenbussarde, Schleiereulen, oder Andenadler, so wie Artemis einer ist. Die Tiere lockten viele Bestauner an die Zelte. Neben Ponyreiten und einer Mäuseshow stand noch ein weiteres Tier im Mittelpunkt: „Der Frettchenzirkus war das Highlight für die Kinder“, sagte Katrin Mönchmeier aus Delmenhorst. Sie selbst hatte sich auf dem Gelände im Bogenschießen ausprobiert: Schwieriger als man denkt, war ihr Fazit. „Es ist am Schwersten den Arm gerade zu halten.“

Ein paar Zelte weiter befanden sich „Die Horster“. „Teeren und Federn für Jedermann“ stand dort auf einem Schild, welches an einem nachgebauten Pranger hing. „Hier kann jeder schnell seine Frau loswerden“, sagte Detlef Fischer am Stand im Scherz. Mit echtem Teer wurde hier keiner beschmutzt, „dafür haben wir Rübensirup“, verrät Detlef Fischer. Neben dem Sack voller Federn stand dann auch gleich ein Wassereimer bereit, in dem das Gesicht wieder sauber gemacht werden konnte.

Gleich neben den Horstern wurde es ganz schön vornehm. Gestatten: Graf Johann und Gemahlin Mechthild von Oldenburg aus dem Jahre 1320. Eigentlich heißen die beiden Rosemarie und Wolfgang Haferkamp und sie sind inspiriert von der Kultur dieses vergangenen Zeitalters. „Obwohl die Zeit nicht immer schön war, ist das faszinierend. Man taucht in ein ganz anderes Leben ein“, sagte Rosemarie Haferkamp.

Mehr als 50 Handwerker und Künstler boten am Samstag und Sonntag ihre Waren an und präsentierten fast vergessene Handwerkskünste wie die Zinngießerei, die Holzschnitzereider oder den Schmied. Bei letzterem war auch der sechsjährige Luc anzutreffen. Er durfte eine Gabel selbst schmieden. „Das war gar nicht schwer“, sagte er.

Gerade für Kinder gab es auf dem Stadtgetümmel viele Spiele auszuprobieren. Johanna zum Beispiel konnte mit einer Angel Holzklötze bewegen unter denen sich Schätze befanden. „Ich habe eine Wassermannsträne, Zwergengold und einen Drachenzahn geangelt“, sagte die Siebenjährige. Sylvia Karré, die das Spiel an ihrem Stand anbot, verkaufte zudem selbst gemachte Schreibfedern.

Beim Über-das-Gelände-Schlendern, kamen den Besuchern zahlreiche historisch gekleidete Burgfräulein, Hexen, Ritter und Knechte entgegen. Die Gruppen „Rabengesang“, „Vielgestalt“ und „Hyttis“ spielten mittelalterliche Klänge und sorgten damit für noch mehr Flair. Die Gaukler „Tamino“ und „Tumalon“ brachten viele mit ihren Tricks und frechen Sprüchen zum Lachen.

Die Delmenhorster Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (dwfg) organisierte das Stadtgetümmel nun zum elften Mal. Die rund 10 000 Besucher des vergangenen Jahres, konnten sie ob des Wetters nicht toppen. Leer blieb die Burginsel aber auch nicht: „Am Samstag war aufgrund des Regenschauers erst nicht so viel los, aber am Abend zur Feuershow und dem Fackelumzug war die Burginsel gut gefüllt“, konnte Svantje Oehler von der dwfg sagen.


Eine Bilderstrecke gibt es unter   www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/fotos 
Freya Dalton Kanalmanagement / Redakteurin
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