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NWZonline.de Region Delmenhorst

Wer sich meldet, bekommt auch Hilfe

22.11.2018

Delmenhorst Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey, hat erst kürzlich darauf hingewiesen, dass häusliche Gewalt eine ernstzunehmende Gefahr ist. Auch in Delmenhorst: Im Jahr 2017 gab es in der Stadt 317 gemeldete Vorfälle. Wie hoch die Dunkelziffer ist, vermag niemand abzuschätzen. In 90 Prozent aller Fälle sind Männer die Täter. Die aktuelle Debatte und der Internationale Tag gegen Gewalt am kommenden Sonntag sind Anlass für die Delmenhorster Gleichstellungsbeauftragte Petra Borrmann darauf hinzuweisen, dass Opfer in Delmenhorst nicht alleingelassen werden, sondern dass ihnen, gegebenenfalls auch mitbetroffenen Kindern, schnell und ohne lange Wege geholfen werden kann.

Im dem 1999 gegründeten „Arbeitskreis gegen Häusliche Gewalt Delmenhorst“ arbeiten zurzeit 21 Institutionen zusammen, unter anderem Jugendamt, Frauenhaus, Drogenberatung, Kinderklinik, Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege, Polizei und Staatsanwaltschaft. In bekanntgewordenen Fällen von häuslicher Gewalt ziehen alle an einem Strang, stimmen sich ab über Hilfsangebote und notwendige Interventionsmaßnahmen.

„Häusliche Gewalt ist immer noch ein Tabuthema“, so Borrmann am Mittwoch in einem Gespräch, an dem Vertreter der Polizei, des Frauenhauses, des Jugendamtes, der Staatsanwaltschaft und des Oldenburger Interventionsprojekts, kurz Olip, teilnahmen. Olip ist ein Arbeitsbereich des Vereins Konfliktschlichtung Oldenburg. Er bietet in Einzel-, Paar- oder Gruppengesprächen Anti-Gewalt-Trainings an. „Die Täterarbeit war bis 2014 in Delmenhorst ein fehlender Baustein“, sagt Borrmann.

„Das Angebot richtet sich an Täter, die sich mit ihrer Gewalttätigkeit auseinandersetzen wollen“, erklärt die Vereins-Geschäftsführerin Veronika Hillenstedt. „Jeder hat die Möglichkeit, sich an uns zu wenden. Die Täter können entscheiden, ob sie gewalttätig werden wollen oder nicht. Olip kann auch helfen zu lernen, sich miteinander zu streiten.“ Eine Kontaktaufnahme zu Olip ist unter Telefon   0441/36110851 möglich.

Streitigkeiten, ohne dass gleich die Fetzen fliegen, passieren in den besten Familien. Wenn es doch zu Gewalt kommt, sei sie körperlich oder psychisch, ist das eine Sache, die der Strafverfolgung unterliegt. Darauf weist Gerold de Boers vom Sonderdezernat Häusliche Gewalt der Staatsanwaltschaft Oldenburg hin.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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