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NWZonline.de Region Delmenhorst

Elektropastor möchte guter Zuhörer sein

07.02.2018

Delmenhorst Lasershow, Liveschaltung ins Internet und die Bibel auf dem Tablet-Computer? Nein, das steckt nicht hinter dem Titel „Elektropastor“, den sich Christoph Martsch-Grunau, seit 1. Januar neuer Pastor in der ev. Kirchengemeinde Delmenhorst, gegeben hat. „Das war der scherzhafte Vorschlag von einem Freund, als ich einen Namen für meine Internetseite gesucht habe“, erklärt der 29-Jährige. Der Name vereine die Leidenschaften Fotografie, Internet und Theologie.

Und auch wenn er im Netz bei Facebook, Instagram und Twitter sehr aktiv sei, wäre der Titel „Digitalpastor“ unpassend. „Für mich sind virtuelle und reale Welt ein und dasselbe – bei beidem kann ich echte Menschen erreichen“. Und darum gehe es ihm. Vor allem die Jugend reagiere auf Inhalte im Internet eher als im Schaukasten. Unter dem Hashtag #waspfarrersomachen berichtet er auf Twitter aus seinem Berufsalltag.

Inhaltlich hat sich der Pastor viel vorgenommen. „Mir ist wichtig, dass in der Kirche ein Forum entsteht, in dem sich jeder einbringen kann.“ Alle Generationen sollen zusammen arbeiten – wenn sie möchten. „Kirche darf nicht peinlich sein“, findet er. Konfirmanden, die „irgendwelche Sachen“ aufsagen müssten, könnten sich genausogut auch mit ihren eigenen Talenten einbringen und dafür umso mehr Wertschätzung bekommen. „Der Gottesdienst ist keine One-Man-Show“, findet der 29-Jährige. Wenn viele mitarbeiten, ist es auch der Gottesdienst von vielen. Er wolle den Freiraum schaffen, damit die Gemeinde selbst kreativ werden könne. Die Kirche habe oft eine gewisse Distanz zu den Menschen, die möchte Martsch-Grunau überwinden. „Ich möchte eine Gemeinde, in der sich jeder wohl fühlt.“ Dazu gehöre Liedgut, dass die Gemeindemitglieder gerne singen wollten und auch Inhalte, zu denen viele etwas zu sagen hätten. Auch könnten Gottesdienste am Abend für manche zugänglicher sein.

Dabei sollen die wichtigen Dienste der Gemeinde aber nicht ins Hintertreffen geraten. Genauso wolle er auch viel Zeit für Seelsorge investieren. „Ich biete Hilfe zur Selbsthilfe. Wer Sorgen hat, ist oft selbst Experte für sein Problem.“ Vor allem möchte er für seine Gemeinde ein offenes Ohr haben und dafür viel Zeit investieren. „Wenn ich weiß, wer die Menschen sind und was sie wollen, kann ich auch dabei helfen.“ Daher halte er sich damit zurück, ein Projekt nach dem anderen anzuschieben – erstmal müsse er herausfinden wonach Bedarf besteht. Auch bei Trauungen und Beerdigungen wolle er zusammen mit den Betroffenen Anknüpfungspunkte zwischen Persönlichkeit und Theologie suchen.

In Delmenhorst fühle er sich schon sehr wohl. „Das ist eine unglaublich interessante und spannende Stadt“, findet Martsch-Grunau. Die Stadt lebe von viel persönlichem Engagement und seinen bodenständigen und freundlichen Einwohnern. Hier komme er mal eben mit Menschen ins Gespräch, wenn er mit dem Fahrrad unterwegs sei. „Eine Stadt, die klug versucht ihren Einwohnern etwas Gutes zu tun“, glaubt der Pastor, der vorher in Hagen in Westfalen gewohnt hat.


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Sascha Sebastian Rühl Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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