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NWZonline.de Region Delmenhorst

Postkarten aus dem „Großen Krieg“

08.09.2018

Delmenhorst Vor 100 Jahren endete der 1. Weltkrieg. Passend dazu widmet sich auch das diesjährige Heimatjahrbuch diesem Thema. Fünf Beiträge verschiedener Autoren aus verschiedenen Perspektiven sind dazu in dem 136 starken Band abgedruckt. In den weiteren neun Beiträgen präsentieren die ehrenamtlichen Autoren eine bunte Mischung verschiedener Persönlichkeiten, Begebenheiten und Epochen. Das Thema war zwar grob angegeben, „wir sind auch offen für andere Beiträge kunterbunter Art, wenn sie in die Reihe passen“, sagt Friedrich Hübner, Vorsitzender des Heimatvereins Delmenhorst.

Gleich zwei Beiträge widmen sich dabei den Feldpostkarten, die Soldaten von der Front an ihre Familien schickten und umgekehrt als Nachrichten aus der Heimat bekamen (siehe Infobox). Weiter gibt es unter anderem einen Beitrag zur katholischen Gemeinde Delmenhorst – und wie sie es geschafft hat, ihre Kirchenglocke wieder zurückzugewinnen – und die Berichterstattung in der regionalen Presse.

Postkarten aus dem Ersten Weltkrieg

Der Delmenhorster Franz-Reinhard Ruppert hat dem Stadtmuseum Delmenhorst 152 Postkarten aus dem Familienbesitz geschenkt.

Diese „sehr persönliche Sammlung“, so Museumsmitarbeiter Bernd Entelmann, enthält Karten, die zum Teil auch zwischen den Soldaten verschiedener Armeen hin- und herverschickt wurden – der deutschen und der österreichisch-ungarischen. Die Texte erzählen von den Ereignissen im Krieg an der Front und von den Erlebnissen in der Heimat. Darüber schreibt Ruppert auch im Heimatjahrbuch.

Die Karten sind für 2019 als Teil der Ausstellung im Stadtmuseum über den 1. Weltkrieg eingeplant.

Auf den hinteren Seiten geht es dann um ganz verschiedene Themen. So schreibt etwa Roland Buschmeyer von der Museumsmühle Hasbergen über die Einführung des metrischen Maßes und Gewichts in Oldenburg vor 150 Jahren. Johann Siemers erzählt in seinem Beitrag von seiner Lehrzeit beim Schlachter Landwehr, seiner Zeit als Wandergeselle und die zunehmende Industrialisierung des Schlachterhandwerks in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Den Abschluss bilden wie immer die Vereinsmitteilungen. Das Thema für das kommende Jahrbuch steht auch schon fest: Zum 100-jährigen Jubiläum demokratischer Wahlen und des Frauenwahlrechts hofft Friedrich Hübner auf Beiträge.

Das Heimatjahrbuch 2018 gibt es im Buchhandel und im Stadtmuseum. Der Preis beträgt 14,95 Euro.

Manuela Wolbers
Volontärin, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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