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NWZonline.de Region Delmenhorst

Kaufhaus-Pläne in Delmenhorst wohl vom Tisch

12.07.2018

Delmenhorst Die Revitalisierung des ehemaligen Hertie-Gebäudes in der Delmenhorster Innenstadt als Kaufhaus scheint vor dem Aus zu stehen. Wie die Stadtverwaltung mitgeteilt hatte, will die Erste Projektentwicklungsgesellschaft Delmenhorst (DIH) im Sommer vier alternative Planungen samt Kostenschätzung entwickeln und den politischen Gremien Ende September vorstellen.

Der DIH-Aufsichtratsvorsitzende Werner Uhde habe kürzlich in einem Gespräch Oberbürgermeister (OB) Axel Jahnz mitgeteilt, dass es aus verschiedenen Gründen nicht möglich sei, einen Ankermieter für die Hertie-Immobilie zu finden. Stattdessen sei nun ein Mix aus Gewerbe, Wohnen und Büroflächen in unterschiedlichen Konstellationen angedacht.

Sechs Monate verhandelt

Im April hatte die Suche nach einem größeren Mieter für die Immobile wohl seinen letzten Rückschlag bekommen. Das Einzelhandelsunternehmen Woolworth hatte erklärt, im Jute-Center in Delmenhorst eine Filiale zu eröffnen. Ein halbes Jahr hatte Uhde mit dem Unternehmen verhandelt gehabt und diesem eine 1500 Quadratmeter große Ladenfläche angeboten, wie der Aufsichtratsvorsitzende erklärt hatte.

Die Entkernung des ehemaligen Hertie-Kaufhauses war im Januar abgeschlossen worden. Nach dem Einzug eines neuen Ankermieters sollten die Sanierungsarbeiten beginnen. Angedacht war zudem, im Zuge der Revitalisierung auch die Fassade neu zu gestalten.

Erste Reaktionen aus der Politik

Aus der Politik gab es bereist erste Reaktionen. Die CDU-Stadtratsfraktion erklärte in einer Mitteilung, dass sie die Ankündigung, dass in die Hertie-Immobilie kein Einzelhandel einziehe, bedauere. Zugleich fordert die Partei eine Aufwertung der südlichen Innenstadt.

„Die ehemalige Hertie-Immobilie ist ein optischer Schandfleck, der beseitigt werden muss“, sagte Kristof Ogonovski, Fraktionsvorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion. Die Verwaltung müsse nun in enger Abstimmung mit der Politik dafür sorgen, dass der städtebauliche Vertrag so angepasst werde, dass alternative Nutzungsmöglichkeiten möglich würden. „Ein Mix aus Wohnen, Gewerbe und Büros kann dazu beitragen, die östliche Lange Straße attraktiver zu machen“, so Ogonovski. Die CDU-Fraktion erklärte weiter, dass sie den Plänen offen gegenüberstehe und erwarte, dass sich die angekündigten Konzepte auch zügig umsetzen ließen.

„Vertrag gegebenenfalls kündigen“

Die Fraktion Bürgerforum/Freie Wähler/Unger schlägt vor, dass sich alle Beteiligten gleichberechtigt an einen Tisch setzen, teilte die Fraktionsvorsitzende Eva Sassen mit. Sie fordert OB Jahnz zudem auf, den vom Investor nicht umgesetzten Städtebaulichen Vertrag gegebenenfalls zu kündigen. Parallel sollte der OB möglichst bald zur interfraktionellen Beratung mit der Fachverwaltung einladen, damit Politik und Verwaltung Pläne entwickeln könnten, unter anderem wie die östliche Innenstadt mit öffentlichen Fördergeldern gestaltet werden könnte.

Renke Hemken-Wulf
Volontär, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003
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