• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Delmenhorst

Sie reichen den ,Neuen‘ die Hand

24.03.2018

Delmenhorst Marina Litvinova aus Russland ist ausgebildete Lehrerin, Zhara Mohammad Ali war in ihrer Heimat Afghanistan in der Erwachsenenbildung tätig. Seitdem sie in Delmenhorst leben, waren sie unter anderem bei den Integrationslotsen tätig und im Familien–und Kinderservicebüro der Stadt beschäftigt. Seit dem zweiten Halbjahr 2017 haben sie gemeinsam mit einer weiteren Kollegin einen neuen Job: Sie arbeiten bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und helfen 30 Stunden in der Woche zugewanderten Menschen, sich in der neuen Heimat zurechtzufinden, weisen auf bestehende Angebote hin und bieten Hilfe zur Selbsthilfe in der jeweiligen Muttersprache der Neuankömmlinge.

Träger ist die Awo

Die Awo hat die Trägerschaft über das von der Stadt finanzierte und vom Land geförderte, zunächst bis zum Jahresende 2018 befristete Projekt „Sprache und Orientierung als Basis für zugewanderte Menschen“ übernommen. Jetzt zogen Lutz Gottwald, bei der Stadt Koordinator für Migration und Teilhabe, und die Projektkoordinatorin Larissa Alasmar eine erste Zwischenbilanz, die rundweg positiv ausfiel.

„Die haben viel mehr getan, als sie mussten“, sagte Alasmar bei der Projektpräsentation am Freitag in der Fröbelschule. Laut der Koordinatorin hat es sich in Windeseile herumgesprochen, dass es Frauen gibt, die gerne und unbürokratisch helfen, die ersten Schritte in der neuen Heimat zu tun, Behördengänge begleiten, Ansprechpartner benennen oder einem Kind mit Zahnschmerzen klarmachen, dass nur eine Füllung ersetzt und nicht gleich der Zahn gezogen wird.

Hier gibt’s Hilfe

Wer Beratungsbedarf hat oder jemanden kennt, der Hilfe braucht, kann sich an Projektkoordinatorin Larissa Alasmar wenden. Sie ist von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr in der Fröbelschule, Raum 7, erreichbar (Telefon   0152/54710100). 

Für das Zusammenleben

„Wir wollen, dass das Zusammenleben besser gelingt“, sagt Gottwald. „Vor allem wollen wir es vermeiden, dass Bevölkerungsgruppen abgehängt werden.“ Das könne man zwar – siehe Wollepark – nicht immer verhindern, aber man wolle dem durch aufsuchende Sozialarbeit entgegenwirken.

Zuwanderer geben positive Rückmeldung

„Ich habe nur positive Rückmeldungen bekommen, von Schulen, von Behörden, von Ärzten“, erzählt Nura El-Sayed, Ansprechpartnerin für arabisch sprechende Zuwanderer. El-Sayed ist wie ihre Kolleginnen mit einem eigenen Dienst-Handy ausgerüstet und hinterlässt bei ihren Kunden Visitenkarten. So wird ihre Bekanntheit von ganz alleine immer größer und die Arbeit nicht weniger. Marina Litvinova kümmert sich um Rumänen und Bulgaren. Große Beratungs- und Unterstützungsbedarfe gibt es bei allen Zugewanderten bei den Themen Gesundheit und Alltagsorientierung, wozu die Awo auch das Wohnen rechnet.

Frauen für Frauen

Anfang Dezember 2017 wurde ein zweites Projekt aufgelegt, in dem drei weitere Integrationsassistentinnen ihre Arbeit auf jeweils einen Delmenhorster Stadtteil fokussieren.

Dass die sechs Stellen ausschließlich mit Frauen besetzt sind, begründet sich darin, dass Frauen nach Ansicht der Projektträger besser Kontakt zu Frauen herstellen können als Männer. Und es seien überwiegend Frauen, die ein Hilfsangebot annähmen.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
Rufen Sie mich an:
04221 9988 3
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.