Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Josef-Hospital Delmenhorst Klinik-Chefarzt: Impfen ist derzeit wirksamstes Mittel

Gerwin Möller

Delmenhorst - Nach wie vor hohe Inzidenzwerte in Delmenhorst beunruhigen Klaus Gutberlet, Chefarzt des Josef-Hospitals. Zwar habe sich die Zahl der an Corona Erkrankten, die in der Klinik an der Wildeshauser Straße aufgenommen werden müssen, im Durchschnitt bei zehn Patienten stabilisiert.

„Wer aber heute als Infizierter entdeckt wird, kann damit erst in zehn bis 14 Tagen ein Fall für eine Krankenhausbehandlung werden.“ Das Haus sei nach wie vor „stark beansprucht, aber wir sind nach rund einem Jahr auch gut trainiert“, ergänzte Klinik-Geschäftsführer Christian Peters am Mittwoch in der Online-Pressekonferenz.

Nur noch wenige Alte mit schweren Verläufen eingeliefert

Für Gutberlet gilt das Impfen als das wirksamste Mittel gegen das Virus. Das zeige sich auch dadurch, dass nur noch wenige Alte mit schweren Verläufen eingeliefert werden würden, „weil sie geimpft sind“. Diejenigen, die behandelt werden müssten, seien nun jünger. Deren Verweildauer sei höher, das belaste die Auslastung der Kapazität.

Eine weitere Verknappung ergibt sich durch das Auftreten der Covid-Mutanten: Die britische Variante sei mittlerweile stark verbreitet, aber es gebe auch noch das ursprüngliche Virus. Auf der Intensivstation seien beide Virus-Formen räumlich getrennt zu behandeln, für die Patienten benötige die Klinik mehr Platz.

Bettennachfrage niedriger als in vergangenen Jahren

Im Josef-Hospital registriert man weiterhin eine Zurückhaltung der Menschen, sich mit einer Erkrankung an die Mediziner zu wenden. Die Bettennachfrage sei niedriger als in den vergangenen Jahren. „Die Patienten sind verunsichert“, sagte Peters.

Hoffnung auf eine medikamentöse Behandlung von Corona macht Gutberlet nicht. Der Krankheitsverlauf verlaufe so: Zuerst breite sich das Virus im Körper aus, „gegen Viren haben wir noch keine Medikamente“. Danach gebe es Abwehrreaktionen des Körpers, dagegen wirkten entzündungshemmende Arzneien. „Etwas, welches das Virus an der Wurzel packt, gibt es noch nicht“, so Gutberlet.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Hatten im Hinspiel keinen leichten Stand: die Oldenburg DeWayne Russell (links) und Ebuka Izundu gegen den Tübinger Kriss Helmanis. Die Baskets unterlagen mit 84:93.

OLDENBURG EMPFÄNGT TIGERS TÜBINGEN Gegner der Baskets darf auf keinen Fall verlieren – Weitere Ausfälle möglich

Niklas Benter Mathias Freese
Oldenburg
Wills Woche
Is’ was?

ISLAM IN DEUTSCHLAND Keine Religion steht über der Kritik

Alexander Will
Jüdische Studierende an der Uni Oldenburg blicken mit Sorge auf die Vorfälle der vergangenen Wochen. Unsere Redaktion hat mit zwei Studentinnen darüber gesprochen, wie sie ihren Alltag erleben. (Symbolbild)

ANTISEMITISCHE VORFÄLLE IN OLDENBURG Zwischen Paranoia und Mut – So erleben jüdische Studierende die Stimmung auf dem Campus

Josepha Zastrow
Oldenburg
Berliner Notizen
Keine Parade für Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)

KURIOSES UND UNGEWÖHNLICHES IM POLITIKBETRIEB Eine Trompete, ein Jogger und (k)eine Militärparade

Hagen Strauß Büro Berlin
Hat sich auf Vermehrung von Rhododendren und Azaleen spezialisiert: Timo Schröder aus Wiefelstede.

VERMEHRUNGSBETRIEB IN WIEFELSTEDE Kinderstube für Rhododendren und Azaleen

Kerstin Schumann
Wiefelstede