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NWZonline.de Region Delmenhorst

Ministerium fördert neue Klinik

14.06.2019

Delmenhorst Lange war das Josef-Hospital in Delmenhorst in den Schlagzeilen gewesen, jetzt gibt es erneut Großes zu berichten: Der Klinikneubau an der Wildeshauser Straße wird vom Sozialministerium gefördert – und zwar mit insgesamt 150 Millionen Euro. Das hatte bei seiner letzten Sitzung der Krankenhausplanungsausschuss des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung beschlossen.

Erstes Mal in Delmenhorst

„Eine Förderung über eine solch hohe Summe für ein Bauvorhaben dieser Größenordnung hat es in Delmenhorst noch nie gegeben“, macht der Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende des städtischen Josef-Hospitals Axel Jahnz deutlich. „Ich bin überwältigt und freue mich, dass Delmenhorst nach dieser schwierigen Zeit eine solch große Unterstützung erhält. Das ist eine einmalige Chance für uns, die Krankenversorgung von Stadt und Region für die kommenden Jahre und Jahrzehnte zu sichern“, so der Oberbürgermeister weiter. Sein Dank gelte dem Land, den beteiligten Ministerien und dem Landtagsabgeordneten Deniz Kurku. „Danken möchte ich natürlich auch dem Rat der Stadt, der mit den entscheidenden Beschlüssen Mut bewiesen und den Weg geebnet hat.“ Auch den Mitarbeitern sprach Jahnz seinen Dank aus.

Krankenhaus stabilisieren

„Damit ist der Startschuss gefallen, um nun in die Detailplanung gehen zu können“, freut sich der Geschäftsführer des Josef-Hospitals Florian Friedel. „In den vergangenen Monaten haben wir uns darauf konzentriert, die Grundlagen für eine solche Entscheidung zu schaffen.“ Auf politischer Ebene habe es zahlreiche Gespräche mit Vertretern des Ministeriums gegeben. Mitarbeiter, der Betriebsrat und die Klinikleitung hätten mit Hochdruck daran gearbeitet, das Krankenhaus wirtschaftlich zu stabilisieren.

„Unser vorrangiges Ziel ist und bleibt, dass das Krankenhaus gemeinsam mit der Stadt den notwendigen Eigenanteil aus eigener Kraft finanzieren wird“, erklärt Friedel und ergänzt: „Mit der Höhe an Fördermitteln wird uns das gelingen.“ Aussagen zu den Gesamtkosten könnten aber erst nach Abschluss der Detailplanung gemacht werden.

Bescheid steht noch aus

Und auch das Ministerium kann den endgültigen Förderbescheid erst dann erteilen, wenn die nächsten Planungsschritte erfolgt sind. „In diesem Jahr werden wir uns vor allem mit der Finanzplanung für unseren Eigenanteil und der Bauplanung des Parkhauses beschäftigen, denn das ist die Grundvoraussetzung, um das Baugrundstück fürs neue Klinikgebäude vorbereiten zu können“, erklärt Friedel die nächsten Schritte. Die Architekten stehen bereits fest: GSP Gerlach Schneider Partner Architekten aus Bremen haben den Zuschlag für dieses Großprojekt bekommen.

Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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