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NWZonline.de Region Delmenhorst

„Profitabler werden und wachsen“

10.11.2018

Delmenhorst Eine hohe Belegungsquote, gepaart mit kürzeren Verweilzeiten der Patienten durch optimale Taktung der Behandlung: Schon kommt die Delmenhorster Krankenhaus-Welt wirtschaftlich wieder in Ordnung. Das ist die Botschaft, die Florian Friedel, Geschäftsführer des Josef-Hospitals Delmenhorst (JHD), am Donnerstagabend vor dem Rat ausbreitete. Der hatte sich zu einer Sondersitzung zusammengefunden, um sich über die Lage des Krankenhauses und den Planungsstand für den Neubau an der Wildeshauser Straße zu informieren.

Noch in 2017 hatte das Josef-Hospital laut Friedel pro Monat eine Million Euro Verluste geschrieben. Schon in diesem Jahr rechnet der Geschäftsführer mit einer Ergebnisverbesserung von fast acht Millionen Euro, geschuldet natürlich auch der personellen Verschlankung um 120 Vollzeit-Arbeitsplätze.

Patienten begeistern

„Es geht darum, die Patienten aus Delmenhorst und Umgebung für dieses Krankenhaus zu begeistern“, sagte Friedel. Wenn man es schaffe, mehr Patienten zu versorgen, ohne dass die Anzahl der Belegungstage zunimmt, stiegen die Erlöse. Als Orientierungsrahmen diene ihm die sogenannte Katalog-Verweildauer der Kostenträger. Noch in 2017 seien – gemessen an dieser Vorgabe – pro Monat 1000 Belegungstage zu viel angefallen. „Das hat uns ins Minus gebracht“, so Friedel: „Jetzt müssen wir profitabler werden und dann wachsen.“

Die angestrebten kürzeren Verweilzeiten riefen Dr. Harald Groth auf den Plan. „Wollen sie die Katalogzeiten auch unterschreiten?“, fragte der SPD-Ratsherr nach. Was Friedel bejahte: „Unser Ziel ist minus zehn Prozent.“ Darauf fragte Ratsherr Uwe Dähne (UAD): „Geht das nicht zu Lasten der medizinischen Behandlungsqualität?“ Friedel wiederholte: „Es wird das Gleiche gemacht, aber es wird schneller durchgetaktet.“

Nicht mit Privaten messen

Erneut meldete sich Harald Groth zu Wort „Die Privaten signalisieren: ,Das geht auch billiger‘. Ich habe die Sorge, dass wir uns dort einreihen.“ Das verneinte Friedel mit den Worten: „Es gibt keinen Sonderweg für kommunale Krankenhäuser. Unsere Renditeerwartung liegt bei vier bis fünf Prozent, die Privaten wollen 15 Prozent.“

In Bezug auf die Neubauplanung erhielt der Rat lediglich einen groben Umriss, wie sich der projektierte 15 000-Quadratmeter-Bau in die vorhandene Bausubstanz einfügen könnte. Von der alten Substanz würde neben dem denkmalgeschützten Höger-Bau wohl nur ein Bettenhaus übrig bleiben und integriert werden können, sagte Jörg Schneider vom beauftragten Architektenbüro GSP Bremen.

Grobe Bauplanung vorgestellt

Der Neubau könnte zwischen dem Höger-Bau und dem erhaltenswerten Bettenhaus entstehen. Diese Grobplanung sei dem Ministerium in Hannover bereits vorgestellt worden. „Wir wurden aufgefordert, wegen der langen Wege über weitere Varianten ohne das Bettenhaus nachzudenken“, berichtete Schneider. Ziel sei es, dem Fördermittelgeber bis März 2019 eine „belastbare Vorplanung“ vorweisen zu können.

Geht alles nach Plan, könnte das neue Krankenhaus Ende 2022 oder Anfang 2023 in Betrieb gehen.

Wolfgang Bednarz
Delmenhorst
Redaktion Delmenhorst
Tel:
04221 9988 3

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