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NWZonline.de Region Delmenhorst

Schüler übernehmen die Station

10.02.2020

Delmenhorst Im Eingangsbereich der Urologie des Josef-Hospitals ist eine große Tafel aufgestellt worden. Auf dieser sind Frühschicht, Zwischen- und Spätdienst notiert. Auf den Bildern blickt man fast ausschließlich in junge Gesichter – denn auf der Station 39 haben eine Woche lang die Auszubildenden zum Gesundheits- und Krankenpfleger das Sagen. „Hier haben die Schüler die Chance, das Gelernte in der Praxis auszuprobieren. Wir sind überzeugt von dem Konzept“, erklärt Christopher Kesting. Der 37-Jährige ist einer der beiden Kurslehrer, bei denen die insgesamt 16 Schüler ihr Handwerk lernen.

Jedes Jahr übernimmt das dritte Lehrjahr zeitweise eine Station im Josef-Hospital. „Wir hatten dabei ganz viel Freiraum und haben etwas Neues ausprobiert“, sagt Michelle Ulpts, die am Josef-Hospital ihr praktische Ausbildung absolviert. In der Klasse hatten die Schüler sich darauf vorbereitet, Dienstpläne geschrieben, Öffentlichkeitsarbeit betrieben und ein Leitbild für die Station entwickelt.

Auszubildende gesucht

Neue Auszubildende werden bei der Schule für Pflegeberufe am Josef-Hospital zum 1. Oktober gesucht. In drei Kursen sind aktuell etwa 60 Gesundheits- und Krankenpfleger in Ausbildung. Ab Oktober wird nach dem neuen Pflegeberufegesetz ausgebildet. Die Berufsbezeichnung lautet dann Pflegefachfrau oder -mann.

Mehr Infos unter www.krankenpflegeschule-delmenhorst.de

Dabei hatten sie sogar die Gelegenheit, Dinge grundsätzlich anders zu handhaben, als normalerweise auf der Station vorgeschrieben. So entschieden sich die Schüler für das Bezugspflegesystem „Primary Nursing“. Dabei ist immer eine Pflegekraft fest einem Patienten zugeteilt, mit einer weiteren Person zur Unterstützung. Weitere Veränderungen gab es bei Materialen wie einem größeren Katheterbeutel und der Medikamentenvergabe. Die Patientenübergabe wurde zudem direkt am Bett durchgeführt und die Behandelten mit ins Gespräch eingebunden. „Die Patienten fanden das super, offene Fragen wurden direkt geklärt und damit Sicherheit vermittelt“, so Ulpts.

Zu den Hauptaufgaben gehörte atemstimulierende Einreibung (ASE). Auf der Station wurden die Schüler aber nicht einfach sich selbst überlassen. „Bei Fragen war immer jemand da, und uns wurde geholfen“, erklärt Ulpts. Neben einem Lehrer war auch immer eine examinierte Pflegekraft auf der Station anwesend. „Am Anfang haben wir Orientierung gegeben: Wo ist was? Später kamen dann auch speziellere Fragen zum praktischen Ablauf in der Urologie“, sagt Lydia Möller, stellvertretende Stationsleitung. Sie und ihre Kollegen hätten aber nie eingreifen müssen.

Den Schülern stand während ihrer Zeit mit sieben bis acht Personen pro Schicht der vierfache Personalschlüssel zur Verfügung. Deshalb blieb viel Zeit, um auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen. Mit einem Fragebogen, den die Schüler entwickelt hatten, konnten die Patienten ein Feedback geben. „Die Rückmeldungen waren sehr positiv“, freut sich Lehrer Kesting über die gelungene Generalprobe des Pflegenachwuchses.

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Arne Jürgens Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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